Aufklärungsbuch im Shitstorm: Ratgeber empfiehlt: Genitalien-Fummeln im Kindergarten

Im Internet kursiert ein Artikel über ein schamverletzendes Aufklärungsbuch für Kindergartenkinder. Dieses empfiehlt eigenartige Methoden, um die Sexualität zu entdecken. Eltern sind aufgebracht und haben Angst um ihre Kinder. Doch was steckt dahinter?

Ein Aufklärungsbuch aus den 90ern sorgt für heftige Debatten im Internet. Bild: Screenshot Demofueralle

Die Organisation Pro Familia hat in Nordrhein-Westfalen ein eher fragwürdiges Aufklärungsbuch veröffentlicht. Das jedoch bereits in den 90ern. Seit dem Missbrauchsskandal in einem Mainzer Kindergarten kursiert ein Artikel von "familien-schutz.de" im Internet. In diesem empören sich die Autoren über das Aufklärungsbuch "Lieben, kuscheln, schmusen", welches kleinen Kinder extrem schamverletzende Übungen empfiehlt. Eltern laufen mittlerweile Sturm gegen das Buch. Doch ist die harsche Kritik berechtigt.

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Was steht eigentlich in dem Aufklärungsbuch von Pro Familia NRW?

Das Aufklärungsbuch soll als Ratgeber für die Sexualerziehung von Kindern dienen. Doch was in diesem Buch steht, lässt selbst tolerante Eltern nicht kalt. Kindergartenkinder sollen zum Beispiel gegenseitig ihren Po untersuchen. "Ein Kind fängt an und wird zum Po-Begutachter. Die anderen Kinder stellen sich in einer Reihe auf, mit dem nackten Po in Richtung Po-Begutachter. (...) Nun darf er die Po-Ausstellung abschreiten und rät, welcher Po zu welchem Kind gehört. Wenn ihm bei einem Po gar nichts einfällt, dann darf er ihn vorsichtig und zärtlich streicheln oder kneifen. (...) Das Spiel läßt sich im Prinzip mit jedem Körperteil spielen. Dann wird daraus ein (...) 'Dieser Pimmel gehört zu'", zitiert "familien-schutz.de" aus dem ominösen Buch.

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Kindergartenkinder sollen ihre Genitalien erforschen

Und weiter: "Möglich ist auch, dass die Kinder von Zuhause ein Po-Foto mitbringen. Diese werden dann alle auf dem Boden verteilt und gemeinsam wird geraten, welcher Po wohl zu welchem Kind gehört." Oder auch: Die Kinder sollen sich im Raum wie Hunde bewegen und sich gegenseitig beschnüffeln und beriechen." Doch damit nicht genug. Das Buch empfiehlt auch andere Aktivitäten. "Papa-Mama-Bilder: Die Kinder malen in die Körperumrisse die Geschlechtsteile und Körperregionen ihrer Eltern. Danach kann verglichen werden mit einem selbst, mit der Tante, dem Opa usw."

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Aufklärungsbuch aus den 90ern

Die Empfehlungen aus dem Buch wiegen schwer. Möchten Eltern ihren Kinder solche Übungen wirklich antun? Doch nun genügt ein Blick auf die Fakten. Das Buch "Lieben, Kuscheln, Schmusen" erschien in den frühen 90ern. Die letzte Ausgabe ist von 1996. Das ist jedoch 20 Jahre her und noch immer muss sich Pro Familia heftiger Kritik aussetzen. Eltern sollten sich keine Sorgen machen. Das Buch gilt unter Pädagogen höchstens als Begleitbuch, um die kindliche Sexualität zu verstehen.

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bua/news.de

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