11.06.2015, 09.18 Uhr

Wieder zu Hause: 14-Jährige sieht "Aktenzeichen XY...ungelöst" und kehrt heim

Die 14-jährige Luljeta Tahiri verschwand im Mai 2014 spurlos, nachdem sie eines Abends einen Streit mit ihren Eltern gehabt hatte. Die Eltern suchten ihre Tochter verzweifelt, doch das Mädchen war unauffindbar. Schließlich wandten sich die Eltern an die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" und appellierten an ihre Tochter, heimzukehren. Ihr Ruf wurde erhört.

Im Mai 2014 verschwand die damals 13-jährige Luljeta Tahiri spurlos. Sie hatte sich mit ihren Eltern gestritten und war deshalb von Zuhause weggelaufen. Der Grund: Eines Abends standen die Eltern von Luljetas 20-jährigem Freund vor der Tür und verlangten eine baldige Verlobung der Kinder. Aber Luljetas Eltern, Nijazi und Have, wollten nicht in die Verlobung ihrer minderjährigen Tochter mit einem Volljährigen einstimmen. Sie hatten noch nicht einmal gewusst, dass ihre Tochter einen Freund hatte. Die Eltern verbaten der Tochter den Kontakt zu dem wesentlich älteren Freund.

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Die Tahiris in der Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst". Bild: news.de screenshot (youtube/Aktenzeichen XY)

Nach einem Streit mit ihren Eltern, floh Luljeta durchs Fenster

Deshalb gab es einen großen Streit, nachdem sich Luljeta in ihr Zimmer einschloss. Das war das letzte Mal, dass Nijazi und Have ihre Tochter sahen. In der Nacht kletterte diese aus dem Fenster und verschwand. Erst Tage später gab es ein Lebenszeichen von ihr, als sie völlig durchnässt und ohne Schuhe in einer Polizeistation auftauchte und forderte, in einem Kinderheim untergebracht zu werden, da sie Angst habe, nach Hause zu gehen.

Luljeta verschwand aus dem Kinderheim und war nicht mehr auffindbar

Ihre Eltern stimmten dem schließlich zu. Doch nach fünf Tagen verschwand Luljeta aus dem Heim und wurde nicht mehr gesehen. Die Eltern waren in großer Sorge. Zusammen mit Verwandten und Bekannten suchten sie mit 20 Autos die Gegend nach ihrer Tochter ab - ergebnislos. Dann schalteten sie einen Privatdetektiv ein, sie veröffentlichten Fotos und Suchanzeigen ihrer Tochter in Zeitungen und im Internet und auch die Polizei suchte zuletzt bundesweit nach dem Mädchen. Doch Luljeta blieb wie vom Erdboden verschluckt.

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