"Lucky Iron Fish": Kleiner Fisch soll Millionen Menschenleben retten

Er sieht ganz unscheinbar aus, der kleine Fisch aus Eisen. Doch soll er der Retter für Millionen Menschen werden, die unter Anämien, also unter Blutarmut, leiden. Schuld daran ist Eisenmangel. Der "Lucky Iron Fish" soll diese beheben - einfach nur indem man ihn mitkocht. Davon könnten besonders Schwangere profitieren, denn diese sind oft von schwerem Eisenmangel bedroht - das kann tödlich enden.

Die Auswirkungen einer Anämie kommt oft denen eines Erschöpfungs-Zustandes gleich. Man fühlt sich ausgelaugt, schlapp und irgedwie unausgeschlafen. Daran ist oft Eisenmangel schuld, von dem viele Menschen weltweit betroffen sind - auch in den Industrienationen. Laut der World Health Organisation (WHO) leiden circa zwei Milliarden Menschen rund um den Globus an Blutarmut - das sind immerhin 30 Prozent der Weltbevölkerung. Besonders in der Dritten Welt ist Eisenmangel ein großes Problem.

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Der "Lucky Iron Fish" soll das weltweite Problem der Blutarmut besiegen. Bild: Twitter/DES Daughter/

20 Prozent aller Mütter-Sterblichkeits-Fälle ist auf Anämie zurückzuführen

Der Eisenmangel wird oft unterschätzt, doch kann er bei Kindern, schwachen Menschen und Schwangeren oft tödlich enden. Laut einer Studie der WHO sind 20 Prozent aller Mütter-Sterblichkeits-Fälle auf eine Anämie zurückzuführen. Davon sind auch Frauen in der westlichen Welt nicht ausgeschlossen. Hier liegt der Eisenmangel vor allem an einer einseitigen Ernährungsweise. In Entwicklungsländern ist eine mangelhafte Ernährung als Hauptgrund zu nennen.

In Kambodscha wurde der "Lucky Iron Fish" zum ersten Mal getestet

In Kambodscha starteten kanadische Forscher das Programm "Lucky Iron Fish". Von den rund 14 Millionen Einwohnern des Landes, leiden circa sechs Millionen unter Anämie. Bei Frauen und Kindern leiden sogar 50 Prozent an Blutarmut. Nahrungsergänzungsmittel wie Eisen-Tabletten sind für die vorwiegend arme Bevölkerung oft unerschwinglich. Mit dem "Lucky Iron Fish" soll der Welt-Krankheit Blutarmut nun Abhilfe geschaffen werden.

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FOTOS: Pharmaforschung Vernachlässigte Krankheiten

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