03.04.2015, 11.31 Uhr

Leichenteile und Trümmer: Die letzten Geheimnisse von Flug 4U9525

Wie geht es weiter am Unglücksort Seyne-les-Alpes? In den französischen Alpen arbeiten die Menschen mit Hand und Bagger, um die abgestürzte Germanwings-Maschine komplett zu bergen.

Rettungskräfte durchsuchen Trümmerteile an der Unglücksstelle des Flugs 4U 9525 in den französischen Alpen. Bild: Yoan Valat/dpa

Jeder Stein wird umgedreht. Darunter könnte ein wichtiges Teil verborgen sein. Ein winziges Detail für die Ermittler, ein wichtiges Stück für die Flugexperten. Nach der Bergung der Leichenteile und dem Fund des zweiten Flugschreibers können sich die Teams an der Absturzstelle in den französischen Alpen ganz auf Suche und Abtransport der Einzelteile der Unglücksmaschine von Germanwings konzentrieren. Damit wird der Schrecken zur schrecklichen Routine. Die Ermittler rechnen mit wochenlanger Arbeit.

VIDEO: So identifizieren Bergungskräfte die Leichen

Poursuite des recherches et analyses sur la... von Ministere_interieur
Video: Ministre de l'interiuer/Dailymotion

Die wenigen bekannten Bilder und Videoaufnahmen von der Absturzstelle vermitteln nicht immer die Dimensionen, auf die sich die von internationalen Kollegen unterstützen französischen Teams eingestellt haben. Über ein zerklüftetes und kaum zugängliches Bergmassiv verteilen sich abertausendfach Teile eines sonst knapp 40 Meter langen und mehr als 60 Tonnen schweren Airbus A320.

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Germanwings-Absturz: Extreme psychische und physische Belastungen der Retter und Bergungsteams

Der für die Ermittlungen zuständige Marseiller Staatsanwalt Brice Robin wies bei seiner jüngsten Pressekonferenz noch mal ausdrücklich auf die extremen psychischen und physischen Belastungen der Retter und Bergungsteams hin.

FOTOS: Germanwings-Absturz Bilder zum Flugzeugabsturz in Südfrankreich

Tante ist sicher: Andreas L. hat das mit Absicht gemacht! Erfahren Sie hier mehr zum Thema.

Eine wichtige Erleichterung für die Arbeiten ist inzwischen geschafft: Zu der schwer erreichbaren Unglücksregion haben riesige Bagger und Baumaschinen innerhalb kürzester Zeit eine zumindest für Geländewagen befahrbare Schneise durch kleine Waldstücke, schmale Hänge, bisher abgelegene Bergeinschnitte getrieben. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die eingesetzten Teams auf Hubschrauber angewiesen, die ihnen den stundenlangen mühsamen Fußweg zum Absturzgebiet ersparten.

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