Sensationeller Fund: Fossiles Urzeitraubtier entdeckt

Fossilienforscher haben die 200 Millionen Jahre alten Überreste eines bisher unbekannten Urzeitamphibiums gefunden. Der Fleischfresser konnte die Größe eines Kleinwagens erreichen und soll im späten Trias existiert haben.

Fossilienforscher haben die Überreste eines bisher unbekannten fleischfressenden Riesenamphibiums gefunden, das in den Seen und Flüssen der Urzeit, zu Beginn des Dinosaurierzeitalters gelebt haben soll. Die salamanderartige Kreatur sei bis zur Größe eines Kleinwagens herangewachsen und habe sich von Fischen ernährt.

Der Fossilienfund deutet auf ein über 200 Millionen Jahre altes Lebewesen hin, das im Zeitalter des Trias gelebt haben soll. Die neue Spezies, Metoposaurus algarvensis, gehöre zu einer größeren Gruppe von Amphibien, die vor 220 bis 230 Millionen Jahren in den mittleren Breitengraden relativ weit verbreitet war. In dieser Zeit setzten sich die Dinosaurier als dominierende Lebensform auf dem Land durch.

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Der Eindruck eines Künstlers von dem fleischfressenden Riesenamphibium Metoposaurus algarvensis, das kürzlich von Forschern der Universität Edinburgh entdeckt wurde. Bild: Twitter/Tommy Leung

Schottische Forscher entdecken neues Urzeitraubtier

Forscher der Universität Edinburgh konnten die neue Art anhand von Knochen identifizieren, die im Tongestein im portugiesischen Loulé sichtbar wurden. Die Fundstelle an der Algarve könnte die Skelette hunderter Amphibien beinhalten, die verendeten, als ein Ur-See austrocknete.

Bislang sei nur ein Bruchteil des Fundortes ausgegraben worden. "Da ist ein richtiges Wirrwarr von Knochen und es war kompliziert, alles freizulegen, da alle Skelettteile von einem Knochenbett stammen, das ungefähr einen halben Meter dick ist und am Abhang liegt", so Ausgrabungsleiter Steve Brusatte gegenüber des "Guardian".

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