Positionspapier eingereicht!: Bistum Essen fordert katholische Homo-Ehe

Das Bistum in Essen will endlich neue Wege gehen. In einem Positionspapier fordert sie die Unterlassung von kirchlicher Diskriminierung Schwuler und spricht sich sogar für eine eheähnliche Segnung aus.

In Hochzeitskleidung küssen sich diese beiden Männer in Berlin am Christopher Street Day. Bild: Wolfgang Kumm/dpa

Für viele Homosexuelle wurden die Hoffnungen auf eine Gleichbehandlung der katholischen Kirche nach der Papstsynode in Rom erneut zerschlagen. Zwar äußert sich Papst Franziskus längst nicht so radikal wie seine Vorgänger über die "Homo-Ehe", jedoch sind Vorstellungen einer pastoralen Segnung immer noch utopisch.

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Ehe-Sakrament für Homosexuelle: Das sind die Forderungen des Bistum Essen

Das Bistum in Essen macht nun neue Hoffnung. Die Kirche plädiert in einem frisch vorgelegtem Positionspapier an den Vatikan dafür, die Diskriminierung von Schwulen und Lesben zu unterbinden, mehr noch, eine Art Ehe-Sakramental einzuführen. In diesem Papier sind Punkte aufgeführt, die tatsächlich noch vor einigen Jahren schlichtweg undenkbar gewesen wären.

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Kinder aus gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sollen nicht diskriminiert werden

Homosexuelle und heterosexuelle Menschen sollen ohne Diskriminierung und Ausschluss zur kirchlichen Gemeinschaft gehören, also nicht "andersartig" behandelt werden. Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sind "wie alle anderen Kinder" zu behandeln und haben Zugang zu der Gemeinschaft der Kirche und es soll sogar ein "Ritus der Segnung" für homosexuelle Paare eingeführt werden.

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Homosexualität soll zukünftig als "Ausdruck für die Vielfalt Gottes und eine von Gott geschenkte Begabung" angesehen werden.

Ob die Forderungen tatsächlich bis zum Vatikan durchdringen, ist unklar. Sicher ist jedoch, dass Papst Franziskus offenere Ohren hat, als alle anderen Vatikanväter zusammen. Erst vor kurzem sorgte Franziskus wieder für Aufsehen, weil er sich zu den Machenschaften der Mafia in Italien äußerte.

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