Wissenschaft: Maas: Impfpflicht letztes Mittel bei Masern-Ansteckungswelle

Berlin - Bundesjustizminister Heiko Maas sieht eine Impflicht als das letzte Mittel, um eine Masern-Ansteckungswelle wie zur Zeit in Berlin zu stoppen. Er halte eine solche Maßnahme für «rechtlich nicht ausgeschlossen», sagte der SPD-Politiker der Zeitung «Bild».

Maas: Impfpflicht letztes Mittel bei Masern-Ansteckungswelle Bild: Patrick Seeger/dpa
Sie sollte aber letztes Mittel sein.

«Wer nicht impft, gefährdet unser aller Gesundheit und Leben. Wir sollten jetzt alles tun, um aufzuklären», fügte Maas an. Auch für Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) ist eine Impfpflicht «kein Tabu», sie stehe aber jetzt nicht an.

Der richtige Schutz vor Masern wird zurzeit in mehreren europäischen Ländern und den USA stark diskutiert - zumal in einigen Regionen die gefährliche Erkrankung wieder zunimmt. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Eine Impflicht lehnen die meisten Experten jedoch ab. In Ländern wie Rumänien gibt es allerdings auch viele Stimmen, die Impfungen generell ablehnen.

In Berlin grassieren die Masern derzeit sehr stark. Ein kleiner Junge ist an den Folgen der Virusinfektion gestorben.

news.de/dpa

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