Bis zu fünf Jahre Haft: Knast-Therapeutin verführt Vergewaltiger mit Viagra

Sie versorgte ihn mit Viagra, schenkte ihm gebrauchte Damenslips: Nun steht eine Gefängnis-Therapeutin vor Gericht, weil sie einen ihrer Patienten zu sexuellen Handlungen nötigte. Dieser saß selbst wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung ein.

Immer wieder hört man von Gefängnisinsassen, die eine Liebesziehung mit einer ihrer Aufseherinnen eingehen. Doch der Fall von Susanne S. aus Schweinfurt geht sogar noch weiter. Die gelernte Gärtnerin arbeitete als Therapeutin im psychiatrischen Krankenhaus Schloss Werneck, wie "bild.de" berichtet, und entdeckte dort offenbar ihre Vorliebe zu einem Patienten.

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Gefängnis-Therapeutin vor Gericht: Sie verführte einen Häftling

In acht Fällen soll die 45-Jährige den Gefangenen, der wegen sexueller Nötigung, Vergewaltigung und Entführung einsaß, zu sexuellen Handlungen genötigt haben, so lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. "Aufgrund ihres Einblicks in die Behandlungsakten kannte sie seine sexuellen Ängste und Vorlieben", wird Staatsanwalt Matthias Jakobeit bei "bild.de" zitiert.

In Schloss Werneck (Schweinfurt) soll die Therapeutin ihren Patienten, einen inhaftierten Vergewaltiger, verführt haben. Bild: dpa

Sie und ihr Patient hätten sich auf dem Dachboden des Schlosses getroffen und dort allerlei Doktorspiele ausprobiert, unter anderem mit einem Joghurtlöffel, wie es heißt. Auch einen gebrauchten Damen-Slip habe die Therapeutin dem Häftling geschenkt - doch damit nicht genug.

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Viagra für den Patienten: Therapeutin vergnügte sich auf Staatskosten

Laut Aussage des Insassen hat sie ihn sogar mit Potenzmitteln versorgt und so gefügig gemacht. "Meine Therapeutin hat es geschafft, dass wir von der Forensik Viagra verschrieben bekamen, von der Staatskasse bezahlt", so seine Aussage. Fünf Monate habe die Affäre der verheirateten Mutter (drei Kinder) mit ihrem Patienten gedauert, sei dann aufgeflogen.

Denn bei Gefangenen sei ein Smartphone gefunden worden, dass eindeutige Bilder und Nachrichten enthielt, darunter SMS mit Beschreibungen von Sex-Praktiken und Fotos des Intimbereichs der Therapeutin. Diese wurde suspendiert, arbeitet nun als Blumen-Verkäuferin. Ihr drohen vor Gericht bis zu fünf Jahre Haft.

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Ife/zij/news.de

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