Meeressäuger elendig verendet: Dutzende Wale in Neuseeland gestrandet - 140 Tiere tot!

Nach einer der größten Wal-Strandungen in der jüngeren Geschichte Neuseelands sind dutzende Grindwale qualvoll verendet. Etwa 60 der Meeressäuger seien aber gerettet worden Warum die Sorge dennoch nicht vorbei ist.

Rund 60 gestrandete Wale in Neuseeland konnten gerettet werden. Bild: dpa

Freiwilligen Helfern ist es gelungen, einen Teil der gestrandeten Wale mit Einsetzen der Flut in tieferes Wasser zu leiten."Sie sammeln sich und haben Kurs nach Süden genommen, was eine wirklich gute Sache ist", sagte der örtliche DOC-Verantwortliche Andrew Lamason. Derzeit sehe es recht positiv aus.

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Sorge um gestrandete Grindwale bleibt bestehen

Dennoch herrscht große Sorge, dass die Wale, wie schon zuvor geschehen, umkehren und erneut stranden. Für diesen Fall schließen die Behörden auch ein Einschläfern der Tiere nicht aus. Die Meeressäuger waren am Freitag bei Farewell Spit entdeckt worden, einer schmalen Landzunge an der Nordspitze der Südinsel. Rund 500 Freiwillige, darunter auch Touristen, hatten seither versucht, die Tiere mit Wasserkübeln und nassen Decken feucht zu halten. "Am Valentinstag ist viel Liebe gezeigt worden", bedankte sich die Tierschutzorganisation Project Jonah, die auf Rettung von Walen spezialisiert ist.

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Größte Walstrandung in der Geschichte Neuseelands

Etwas kühleres Wetter und Regen sorgten dafür, dass die Wale bessere Überlebenschancen hatten, sagte DOC-Chef Lamason. Am Sonntag bei Tagesanbruch wollten Helfer die Strände nach möglicherweise erneut gestrandeten Tieren absuchen. "Wir werden auch ein Flugzeug einsetzen", sagte Lamason. Wenn es allerdings am Montag noch festsitzende Wale geben sollte, müssten diese eingeschläfert werden, um ihnen weitere Leiden zu ersparen.

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zurück Weiter Blobfisch (Foto) Foto: news.de-Screenshot/Die Welt Kamera

Jedes Jahr stranden an Neuseelands Küsten im Schnitt 300 Wale oder Delfine. Eine derart große Strandung habe es in 10 oder 15 Jahren aber nicht gegeben, hatte der örtliche DOC-Ranger Mike Ogle dem Sender TV3 gesagt.

Warum Meeressäuger in seichtes Wasser gelangen und stranden, ist bis heute unklar. Eine Theorie besagt, dass sich kranke Tiere verirren und die anderen im Rudel ihnen folgen. Wissenschaftler halten es aber auch für möglich, dass Wale durch akustische Umweltverschmutzung, etwa Sonargeräte von Schiffen, die Orientierung verlieren. Wenn Wale stranden, müssen sie ständig befeuchtet werden, denn ihre Hornhaut-lose Haut verbrennt unter der Sonneneinstrahlung. Zudem besteht die Gefahr, dass die Wale ersticken, weil ihr eigenes Gewicht auf die Lunge drückt.

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fro/news.de/dpa

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