Online-Petition für Alexander Hatz: Rasender Notarzt erhält Hilfe aus dem Netz

Er wollte ein zweijähriges Mädchen retten und nun um seinen Führerschein bangen: Genau das passierte Notarzt Alexander Hatz aus Ingolstadt. Eine Online-Petition forderte den Freispruch des Mediziners - mit Erfolg.

Notarzt verliert nach Rettungseinsatz seinen Führerschein

Der umstrittene Strafbefehl gegen einen bayerischen Notarzt ist aufgehoben! Er hatte zuvor im Internet für große Aufregung. Bis Montagmittag unterzeichneten bereits mehr als 200.000 Menschen aus dem In- und Ausland eine Online-Petition, in der ein "Freispruch" für den Mediziner gefordert wird. Der Notarzt Alexander Hatz war nach einer Einsatzfahrt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs angezeigt worden.

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Ein Notarzt aus Ingolstadt musste um seinen Führerschein bangen. (Symbolbild) Bild: dpa

Im vergangenen April war der Mediziner aus Oberbayern von der Rettungsleitstelle Ingolstadt ins gut zehn Kilometer entfernte Karlshuld geschickt worden. Ein zweijähriges Mädchen hatte Schnellkleber verschluckt und drohte zu ersticken. Auf der Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn überholte der Notarzt mehrere Autos.

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Überholter Fahrer stellt Strafanzeige wegen Verkehrsgefährdung

Ein Autofahrer zeigte ihn an, der Arzt bekam einen Strafbefehl über 4.500 Euro wegen Verkehrsgefährdung. Zudem drohte ihm der Führerscheinentzug für sechs Monate. Weil der 51-Jährige die Strafe des Amtsgerichts Neuburg a.d. Donau nicht akzeptieren will, sollte es zum Prozess kommen.

Doch der bleibt dem Mediziner erspart. Der Anwalt des Mannes bestätigte jetzt einen Bericht der "Augsburger Allgemeinen": Der Strafbefehl wurde aufgehoben.

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zij/news.de/dpa

5 Kommentare
  • Pazifiko

    16.02.2015 20:28

    Sind Sie auch solch ein paranoider Audi- oder BMW-Arsch? Ja? Na dann diskutieren Sie doch mit!

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  • Pazifiko

    14.02.2015 19:45

    Aber sehr wahrscheinlich war dieser Autofahrer nur wieder solch ein paranoider Audi- oder BMW-Arsch. Und er hat den Arzt sehr wahrscheinlich nur deshalb angezeigt, weil dieser ihn mit einem Einsatzfahrzeug der Marke Mercedes-Benz überholt hatte!

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  • Pazifiko

    11.02.2015 21:30

    Dieser Autofahrer, der den Arzt angezeigt hatte, sollte den Strafbefehl mit Führerscheinentzug bekommen! Oder noch besser: Man solle ihn irgendwo an einen entlegenen Ort bringen, an dem er den kompletten Inhalt einer großen Tube Sekundenkleber verschlucken muss. Als Gnade solle man ihm ein Handy zurücklassen, mit dem er mit etwas Glück vielleicht sogar ein funktionierendes Mobilfunknetz erreicht, mit dem er einen Notarzt rufen kann, vorrausgesetzt er kann trotz verklebten Hals noch sprechen. Der Notarzt darf sich dann für den Weg viel Zeit lassen und unterwegs auch noch Kaffeepausen einlegen!!

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