20.01.2015, 10.57 Uhr

Verführung im Klassenzimmer: Sex-Skandale in den USA: Warum Lehrerinnen ihre Schüler verführen

Die Schlagzeilen häufen sich: Schüler bei Klassenausflug verführt! Lehrerinnen hat Affäre mit 17-Jährigem! Doch was treibt die Frauen dazu, sich mit ihren Schützlingen sexuell zu vergnügen? Die Erklärung ist überraschend: Eigentlich ginge es gar nicht um Sex.

Brianne Altice hatte Sex mit einem 16-Jährigen und wurde eben erst auf Kaution aus dem Knast entlassen. Sofort begann die 35-Jährige eine neue Affäre - mit einem Schüler. Bild: Twitter/ @raulbrindis

In den letzten Tagen sorgten zwei Lehrerinnen für Schlagzeilen, weil sie mehrere Jungen bei einem Klassenausflug am Strand verführt haben sollen. Melody Lippert (38) und Michelle Ghirelli (30) wurden festgenommen. Nur ein Fall von vielen. Die Opfer sind meist minderjährig. Wie auch bei der 35-Jährigen Lehrerin Brianne Altice, die eine Affähre mit einem 14-jährigen Schüler gehabt haben soll.

Ein Experte erklärt gegenüber Focus Online: Häufig ginge es bei diesen Fällen gar nicht um Sex, sondern um Machtmissbrauch!

Lesen Sie hier: Lehrerin an katholischer Schule vergeht sich 30 Mal an ihren Schülern.

Sexuelle Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern oft verheimlicht

Wie das Bundesamt für Statistik verzeichnet, wurden im Jahr 2013 rund 14.639 Kinder Opfer von sexuellem Missbrauch. Darunter fallen Opfer bis zu 14 Jahren. Die Dunkelziffer liegt jedoch weitaus höher. Wie viele Kinder innerhalb der Schule missbraucht wurden, dazu gibt es keine verlässlichen Zahlen, wie ein Sprecher des Kriminalamtes Focus Online bestätigte. Gründe dafür gibt es mehrere: Meist werden viele Fälle einfach nicht zur Anzeige gebracht, sexuelle Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern oft verheimlicht, so Focus Online.

FOTOS: Kampusch und Co. Als Sexsklaven missbraucht

Zum Nachlesen: Die fünf perfidesten Sex-Lehrerinnen.

Es geht nicht um Sex, sondern um Machtmissbrauch

«Grundsätzlich gibt es zwei Tätergruppen», so Experte Ingo Fock vom Verein «Gegen Missbrauch». Einerseits die Pädophilen mit einer sexuellen Störung, welche sich auf Kinder bis circa elf Jahren konzentriere, und andererseits sogenannte Pädosexuelle, denen es gar nicht um Sex ginge, sondern um Machtmissbrauch, so Ingo Fock. Letzteres seien oft Menschen mit wenig Selbstwertgefühl, die sich ein schwaches Opfer suchen. «Dem Täter geht es nicht in erster Linie um die sexuellen Handlungen, sondern schlicht um Macht», erklärt der Experte.

  • Seite:
  • 1
  • 2
Empfehlungen für den news.de-Leser