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Massenschlägerei in Hameln: Brutale Großfamilie verletzt 14 Polizisten

Normalerweise ist die Polizei gegen Krawalle bestens gerüstet. Doch in Hameln wurde eine Großfamilie den Ordnungshütern nun zum Verhängnis. Bei einer Massenschlägerei wurden 14 Polizisten verletzt. Doch was war der Grund?

Ein mutmaßlicher Räuber stürzt aus dem siebten Stock des Amtsgerichts in Hameln. Er stirbt. Die aufgebrachten Angehörigen reagieren mit Randale. Am Ende sind mehr als ein Dutzend Polizisten verletzt.

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Pflastersteine und Pfefferspray gegen Polizei

Der tödliche Sturz eines mutmaßlichen Räubers aus dem Hamelner Amtsgericht sorgte für einen Ausnahmezustand. Etwa 30 aufgebrachte Angehörige des Tatverdächtigen versuchten am Mittwoch, das Klinikum zu stürmen, in dem Ärzte vergeblich um das Leben des Mannes kämpften. Ihrem Unmut machte die Meute durch heftige Krawalle gegen die Polizei Luft. Vor dem Krankenhaus flogen plötzlich Pflastersteine. Auch Pfefferspray wurde gegen die Beamten eingesetzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Resultat: 14 verletzte Ordnungshüter.

In Hameln wurde eine Großfamilie der Polizei zum Verhängnis. Bild: picture-alliance / dpa / Friso Gentsch

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«Die Mitglieder der Großfamilie schleuderten Steine, die sie zuvor aus dem Pflaster gerissen hatten, auf die zum Schutz der Klinik eingesetzten Beamten und griffen diese auch mit Pfefferspray an», sagte Polizeisprecher Jens Petersen. Am Klinikum gingen nach Angaben einer Sprecherin mehrere Scheiben und die Glastür zu Bruch. Die Angehörigen seien teilweise aus anderen Bundesländern angereist.

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Einer kleinen Gruppe von Angreifern sei es zudem gelungen, das Klinikum durch einen Hintereingang zu stürmen, sagte Petersen. «Sie konnten aber von den Beamten zurückgedrängt werden.» Die Polizei zog daraufhin starke Kräfte aus der gesamten Region in Hameln zusammen.

Hemmungslose Gewalt in Hameln

Hamelns Landrat Tjark Bartels (SPD) sprach von «hemmungsloser Gewalt». Der Sprecher der niedersächsischen Stadt, Thomas Wahmes, sagte, Hameln befinde sich nach den Gewalttaten «in einem schockähnlichen Zustand».

Landrat Bartels sagte: «Wir haben eine Tragödie und eine schreckliche Gewalteskalation erlebt.» Gegen die Mitglieder der Großfamilie wurden Ermittlungen wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch und Sachbeschädigung eingeleitet. Festnahmen gab es zunächst nicht.

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Todesumstände unklar

Wie die Staatsanwaltschaft Hannover mitteilte, sei der mutmaßliche Räuber beim Fluchtversuch aus dem siebten Stockwerk des Gerichts abgestürzt. Staatsanwalt Oliver Eisenhauer sagte, Zeugen hätten berichtet, dass der 26-Jährige sich während eines Gesprächs mit seinem Verteidiger auf dem Flur aus den Handfesseln befreit habe und dann aus dem Fenster geklettert sei. Doch warum kam es zu den heftigen Auseinandersetzungen vor dem Krankenhaus?

Die Hamelner «Deister- und Weserzeitung» zitierte Angehörige, die behaupteten, der Mann sei aus dem Fenster gestürzt worden. Die Todesumstände werden nun von der Polizeiinspektion Hildesheim untersucht. Der 26-Jährige stand im Verdacht, am Dienstag in Aerzen bei Hameln eine Tankstelle ausgeraubt zu haben. Er war deshalb einer Haftrichterin vorgeführt worden.

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bua/news.de/dpa

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