Tragödien zum Jahreswechsel: Silvesterunfälle und Todesopfer zum Neujahrstag

Die Feierlichkeiten zum Beginn des Jahres 2015 haben in Deutschland vielerorts einen bitteren Beigeschmack: Durch Unfälle mit Böllern und Feuerwerkskörpern sind zahlreiche Menschen verletzt worden, auch Todesfälle sind zu beklagen. Zudem kam es vielerorts zu Bränden.

Böller und Silvesterknaller haben in der Neujahrsnacht in Deutschland mindestens zwei Menschen das Leben gekostet und mehrere verletzt. Ein 18-Jähriger starb in Alveslohe in Schleswig-Holstein an einer schweren Kopfverletzung nach der Explosion eines Feuerwerkskörpers. Im mittelsächsischen Striegistal wurde ein 19-Jähriger beim Böllern tödlich verletzt.

Er starb kurz nach Mitternacht noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag in Chemnitz sagte. Ein 18-Jähriger kam zudem mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die gezündete Pyrotechnik sei vermutlich nicht zugelassen gewesen.

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Nach der Party beginnt das große Aufräumen: In der SIlvesternacht wurde überall in Deutschland ausgelassen gefeiert. Unfälle mit Feuerwerkskörpern überschatten jedoch den Jahresbeginn. Bild: Tobias Kleinschmidt/dpa

Verletzungen durch Leuchtraketen in der Silvesternacht

Durch das Projektil einer Schreckschusswaffe wurde ein neunjähriger Junge im hessischen Alsfeld leicht am Hals verletzt. Ein Mann habe mit der Pistole eine Leuchtrakete abfeuern wollen, sagte ein Polizeisprecher. Gegen ihn wird nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

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In Sachsen-Anhalt wurde ein 23-Jähriger bei der Explosion einer Feuerwerksbatterie schwer an den Händen verletzt. Der Mann verlor bei der Explosion in Gardelegen vier Finger, wie die Polizei mitteilte. Vor einer Bar im Berliner Stadtteil Wedding gab es in der Silvesternacht eine Schießerei: Zwei Männer wurden schwer verletzt. Ein Opfer wurde lebensgefährlich im Bauch getroffen und notoperiert, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der andere Mann erlitt eine Schussverletzung im Bein. Die Hintergründe seien noch völlig unklar.

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Wohnungsbrand durch Feuerwerksrakete in Pforzheim und Sachsen-Anhalt

Eine Feuerwerksrakete verursachte in Pforzheim einen Brand mit einem Schaden von mindestens 100.000 Euro. Die Rakete flog durch ein geöffnetes Fenster in eine Wohnung, die ist jetzt unbewohnbar.

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Bei einem Wohnhausbrand in der Gemeinde Niedere Börde in Sachsen-Anhalt entstand ebenfalls ein Sachschaden von rund 100.000 Euro. Das Feuer wurde vermutlich durch Feuerwerk ausgelöst, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Flammen seien an einem Carport ausgebrochen. Ein Bewohner erlitt einen Schock.

Zahlreiche Verletzungen durch Feuerwerk in Thüringen und Niedersachsen

Bei Silvesterfeiern in Thüringen wurden mindestens sieben Menschen verletzt. In Altenburg erlitt ein 45-Jähriger nach Angaben der Polizei schwere Verletzungen, als ein Böller in seiner Hand explodierte. Er wurde noch in der Nacht zu Donnerstag operiert. In Erfurt wurde ein neunjähriges Kind verletzt, weil ihm jemand einen bereits gezündeten Böller in die Hand drückte.

Einen Schaden von rund 500.000 Euro verursachte ein Brand in einer Gärtnerei in Wiesmoor (Niedersachsen) am frühen Neujahrsmorgen. Hier vermutet die Polizei Feuerwerkskörper als Brandauslöser. Ebenfalls Feuerwerk verursachte einen Dachstuhlbrand in Kassel in einem Dreifamilienhaus - geschätzter Schaden: 200.000 Euro.

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loc/news.de/dpa

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