Taifun Hagupit 2014: Massenflucht! Philippiner zittern vor dem Monstersturm

Taifun Hagupit tobt bedrohlich vor den Philippinen. Hunderttausende sind geflohen. Das bange Warten zerrt an den Nerven. Sind die Behörden besser vorbereitet als letztes Jahr bei Taifun Haiyan?

Auf den Philippinen laufen die Vorbereitungen für den mächtigen Taifun Hagupit auf Hochtouren - aber das ängstlicheWarten zieht sich in die Länge. Der Sturm wirbelte zwar mit gefährlichen Windgeschwindigkeiten, bewegte sich aber nur ganz langsam auf die Ostküste des Inselstaates zu.

Taifun Hagupit 2014: Massenflucht auf den Philippinen, Sturm bis zu 185 km/h schnell

Der gefährliche Wirbelsturm hat sich nach Angaben der Wetterbehörde am Samstag leicht abgeschwächt. Er ist mit Windgeschwindigkeiten von 185 Kilometern in der Stunde und deutlich schärferen Böen aber weiter ein Sturm der Kategorie drei auf der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala. Hagupit tobte 180 Kilometer vor der Küste der Zentralphilippinen, wie der Katastrophenschutz berichtete.

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Ankunft von Taifun Hagupit in der Nacht von Samstag auf Sonntag erwartet

Der Taifun bewegte sich am Nachmittag (Ortszeit) schneller auf die Küste zu als am Morgen. Er würde bei gleichbleibender Entwicklung in der Nacht zu Sonntag (Ortszeit) an Land kommen, vermutlich bei Borongan City. «Wir rechnen damit zwischen 02.00 und 04.00 Uhr morgens», sagte Wissenschaftsminister Mario Motejo im Rundfunk. Das wäre am späten Samstag mitteleuropäischer Zeit.

Angst vor Taifun Hagupit: Eine Frau betet in einer Notunterkunft. Bild: Francis R. Malasig/dpa

Wetterexperten rechnen mit meterhohen Sturmfluten - Tsunami-Gefahr?

Der Katastrophenschutz warnte vor Sturmfluten mit viereinhalb Meter hohen Wellen und heftigenRegenfällen. Mehr als 600.000 Menschen hätten das Gefahrengebiet verlassen. 88 Flüge und 49 Fährpassagen seien gestrichen worden. Die Behörden versichern, dass sie besser vorbereitet sind als vor einem Jahr, als Taifun Haiyan verheerende Verwüstungen anrichtete und tausende Menschen starben.

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Die Philippinen sind von Katastrophen geplagt
Wirbelstürme, Vulkanausbrüche, Erdbeben
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Taifun Haiyan in schrecklicher Erinnerung: Tausende Tote und Vermisste

Rund 110 Kilometer südlich bei Guiuan war Taifun Haiyan am 8. November 2013 angekommen und hatte bei der Überquerung des Inselstaates in einer mehr als 100 Kilometer breiten Schneise schwere Verwüstungen angerichtet. Es gab 6300 Tote und fast 1000 Vermisste. Hagupit war am Samstag auf genau demselben Kurs wie damals Haiyan und soll auch in der Provinz Eastern Samar an Land kommen.

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In den Notunterkünften drängten sich Familien in riesigen Turnhallen und in Kirchen, darunter in der Stadt Tacloban. Auf engsten Raum lebten jung und alt dort auf Matratzenlagern zusammen. Viele Geschäfte waren überfüllt, weil die Leute Vorräte kauften. Auch vor den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen. Das Militär war in der Stadt mit Truppentransportern präsent.

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zij/news.de/dpa

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