Familiendrama: Sprengmeister jagt sich selbst in die Luft

Nach einem Streit sprengt sich ein Vater vor den Augen der Polizei selbst in die Luft und stirbt. Sieben Menschen wurden bei der Explosion verletzt.

Der Familienvater stirbt bei der Explosion - Häuser, Autos und ein Streifenwagen werden beschädigt. Bild: Boris Roessler/dpa

Gewaltige Explosion vor den Augen der Polizei

Ein Familienvater hat sich vor den Augen von Polizisten in seinem Auto in die Luft gesprengt und getötet. Sieben Menschen wurden bei der Explosion am Sonntag in Homberg (Ohm) leicht verletzt, darunter zwei Polizisten.

«Von dem explodierten Auto ist nichts mehr da. Der Motorblock flog 30 Meter weit», sagte ein Polizeisprecher. In dem Wohngebiet bot sich am Sonntagmorgen ein Bild der Verwüstung: Im Umkreis von fast einem halben Kilometer beschädigte die Explosion mehrere Häuser und mehrere Autos, auch ein Streifenwagen wurde beschädigt.

Auch interessant: 11-Jährige schießt auf Stiefvater - und rettet Mutter!

Erfahren Sie hier mehr zu: 27-Jähriger vor Gericht Vater bringt Baby um, weil er am PC spielen wollte

Streit führt Vater (49) zu Selbst-Sprengung

Zuvor hatte es in dem Haus der Familie einen nächtlichen Streit gegeben. Der 49-jährige Vater, vermutlich ein Sprengmeister mit Zugang zu Sprengstoff, hatte laut Polizei gedroht, sich und seiner Familie Schaden zuzufügen. Er habe das Haus verlassen, sei ins Auto gestiegen und zunächst weggefahren. Die Ehefrau und eine der Töchter flüchteten sich nach Polizeiangaben zu Nachbarn. Die andere Tochter war nicht zu Hause.

Als er mit dem Auto zurückkehrte, wurden die inzwischen alarmierten Polizisten Zeugen der Explosion. Ein Krater wurde in den Boden gesprengt, Fensterscheiben flogen heraus, Hauswänden bekamen schwarze Flecken, Dachziegel verschoben sich. «Das hat die ganze Nachbarschaft aus dem Bett geholt», sagte Polizeisprecher Thomas Rodemer.

Lesen Sie auch: Vierjähriger schießt Schwester (3) beim Spielen in den Schädel

Die dümmsten Tode
Darwin-Award
zurück Weiter

1 von 20

Motiv noch unklar - Polizei ermittelt

Die Höhe des Sachschadens und das Motiv des Mannes waren zunächst unklar. Polizeisprecher Keller erklärte am Vormittag: «Die Leute stehen unter Schock, die können wir nicht gleich befragen.» Dutzende Polizeibeamte und mehrere Rettungswagen waren im Einsatz. Zwei Polizisten und drei Anwohner wurden unter anderem wegen Schnittwunden ambulant im Krankenhaus in Alsfeld behandelt, die geschockte Ehefrau und Tochter psychologisch betreut. Die Staatsanwaltschaft Gießen nahm die Ermittlungen auf.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sam/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser