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Hells Angels: Vogelfrei! Türken schmeißen Rocker-Boss raus

Die türkischen Rocker der Hells Angels haben ihren Boss rausgeworfen. Grund: Er ist Kurde und lehnt den Völkermord im Nordirak ab. Er erklärt den Rockern öffentlich den Krieg und gilt seitdem als vogelfrei.

Die türkischen Hells Angels «Nomads Turkey Bielefeld» haben ihren Boss rausgeworfen. Rezan C. (26) muss nun um sein Leben bangen, denn sein Ex-Club hat ihn für «out in Bad standing» erklärt, sprich vogelfrei. Im Klartext bedeutet das, dass jeder Hells Angel Rezan C. angreifen, verletzten und sogar töten darf - und das jederzeit und überall.

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Die türkischen Hells Angels in Bielefeld haben es auch ihren Ex-Boss Rezan C. abgesehen und erklären ihn für vogelfrei. Bild: picture-alliance / dpa / Franziska Kraufmann

Rezan C. öffentlich gegen Völkermord an Kurden

Grund für die Erklärung: Rezan C. ist Kurde und hat sich öffentlich gegen den Völkermord an den Kurden und Jesiden im Norden des Iraks durch die Terror-Organisation Islamischer Staat ausgesprochen. Im sozialen Netzwerk Facebook postete er Fotos und Videos von kurdischen Freiheitskämpfern und präsentierte sich selbst als stolzen Kurden. Doch seinem Rocker-Club gefiel dies ganz und gar nicht.

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Wie die Bild-Zeitung vermeldet, wurde Rezan C. einen Tag nach seinem Posting aus dem Club geworfen und das nur wegen seiner politischen Äußerungen. Doch seine Reaktion bleib nicht aus. In einem vierminütigen Handyvideo erklärte er seinem Ex-Club quasi den Krieg und katapultierte sich somit direkt ins Aus. Seither muss er um sein Leben fürchten.

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Öffentliche Kampfansage an Hells Angels

Im Video erklärt er: «Die haben mich wegen meiner Herkunft aus dem Club geekelt, haben mich rausgeworfen.» Seinen Stolz konnten die Hells Angels durch den rauswurf nicht brechen. «Ich verteidige mein Land und wenn es sein muss gehe ich auch rüber ... Ich habe nichts schlimmes gemacht, ich habe unsere Freiheitskämpfer gepostet ... Das hat man mir halt übel genommen», so Rezan C. in seinem Video. «Ich verleugne nicht meine Herkunft. Lieber bin ich kein Hells Angel aber ich bin Kurde.»

Nach diesen friedlichen Worten wird Rezan C. jedoch direkter. «Meine Familie ist zehn mal so groß wie Hells Angels Türkei und meine Kurden stehen auch hinter mir. Ich brauche den Club nicht. Ich habe auch so Eier aus Stahl», droht er seinem ehemaligen Club. «Wer von euch meint, meine Familie oder mich zu bedrohen, der wird sehen. Wer sich meiner Haustür nähert, der wird ganz genau noch sehen, was er davon hat ... Ich kämpfe bis zum letzten Tropfen ... Ich werde auf jeden Fall ein paar von euch mitnehmen.»

VIDEO: Rocker-Boss nun vogelfrei
Video: YouTube / 2010sdafrika

Rezan C. entschuldigt sich bei Rockern

Diese offene Kriegserklärung ist bei den Rockern angekommen. Nachdem Rezan und seine Familie bereits Drohungen erhalten haben, entschuldigte er sich bei den Hells Angels. «Nach einem klärenden Gespräch mit der Türkei, welches keine offenen Fragen lässt, möchte ich mich hiermit bei den HAMC Nomads Türkei entschuldigen. Ich habe mich ungerecht behandelt gefühlt und überreagiert», erklärt er sein Verhalten. Ob ihm verziehen wird, ist unklar.

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bua/Ife/news.de

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