Joseph Pleban: Unglaublich, wie sich dieser Mann von seinem Fuß verabschiedet

Joseph Pleban ist wie viele seiner Altersgenossen verrückt nach dem Sport. Dem 23-Jährigen kann es in der Freizeit gar nicht waghalsig genug sein. Doch eine schwere Erkrankung macht ihm einen Strich durch die Rechnung: Sein Fuß muss amputiert werden. Wie Joe Pleban sein Schicksal mit Humor nimmt und zum Internet-Hit wurde, lesen Sie hier.

Wenn auf Joseph Pleban ein Attribut zutrifft, dann ist es das eine Sportfanatikers. Der 23-Jährige aus Fredericksburg im US-Bundesstaat Virginia liebt Sport in jeder Darreichungsform - vor allem halsbrecherische Aktivitäten wie Rugby, Snowboarding und Wakeboarding. Umso härter traf den jungen Mann die Diagnose der Ärzte, zu denen er sich mit einem schmerzenden Knöchel begab. Nicht etwa eine Bänderdehnung oder ein verknackstes Fußgelenk waren der Grund für die Beschwerden, sondern eine Krankheit namens pigmentierte villonoduläre Synovialitis.

Unter dieser Krankheit litt Joseph Pleban

Was in der Fachsprache der Mediziner so kompliziert klingt, beschreibt eine Erkrankung der Schleimhäute im Gelenk und äußert sich durch Schwellungen und schmerzhafte Gelenkergüsse. Mediziner bezeichnen die Erkrankung auch als tenosynovialen Riesentumor, der nur durch Bestrahlungen oder die Entfernung der erkrankten Schleimhaut behandelt werden kann. Heilbar ist die Krankheit jedoch nicht - lebenslange Gelenkbeschwerden sind unvermeidbar.

Lebenslange Schmerzen oder Amputation? Joe Pleban nimmt's mit Humor

Der Sportfanatiker Joe Pleban stand nun vor der schwerwiegenden Entscheidung: Entweder eine nicht enden wollende Reihe von aufwändigen Gelenkbehandlungen oder die Amputation seines Fußes. Schweren Herzens entschied sich Joe, den erkrankten Fuß operativ entfernen zu lassen. Zwar wird Joe dank einer Prothese in Zukunft wieder Sport machen können, doch sich von seinem Fuß zu trennen, stellte für den 23-Jährigen eine lebensverändernde Entscheidung dar. Deshalb wollte der Patient vor der Amputation, die für Ende Juni diesen Jahres anberaumt war, seinem Fuß gebührend Lebewohl sagen.

Letzte Abenteuer mit beiden Füßen

Mit einer Checkliste arbeitete Joe Pleban Stück für Stück Dinge ab, die er vor dem Eingriff noch mit seinem Fuß erleben wollte. Eines der Vorhaben war ein Tattoo in Form einer gestrichelten Linie und den Worten «Bitte hier abschneiden», die Joe Plebans linken Unterschenkel ziert - als Wink mit dem Zaunpfahl sozusagen, damit der Chirurg nicht versehentlich den falschen Fuß erwischt. Die abenteuerliche Liste half Joe, wie dieser der britischen Zeitung Daily Mail verriet, den Verlust seines linken Fußes zu akzeptieren.

Bevor der Termin im OP-Saal anstand, ließ es Joe zusammen mit seinen Freunden nochmal richtig krachen: Ausflüge zu Musikfestivals, Fallschirmsprünge, Tauchgänge, Go-Kart-Fahren und Paintball-Ausflüge mit seinen Freunden sind nur ein Bruchteil dessen, was Joe unbedingt noch mit zwei Füßen erleben wollte.

Dokumentiert hat der 23-Jährige seine Unternehmungen in der Facebook-Gruppe «The Last Adventures of Joe's Left Foot», zu deutsch «Die letzten Abenteuer von Joe's linkem Fuß». Dort hat Joe Pleban auch Fotos aus dem Krankenhaus und nach der Operation auf Krücken und im Rollstuhl veröffentlicht. Während andere Patienten nach einer Amputation resigniert im Krankenhausbett liegen würden, ist Joe auf den Schnappschüssen beim Herumalbern und in guter Laune zu sehen. Eines steht fest: Seinen erkrankten Fuß mag Joe verloren haben, doch sein Lebensmut ist ihm erhalten geblieben.

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loc/news.de

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