Musik: «Majestät des Souls» Bobby Womack gestorben

New York - Die amerikanische Soullegende Bobby Womack ist tot. Der Sänger, Komponist und Produzent starb am Freitag im Alter von 70 Jahren, wie seine Agentin der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Details wurden nicht bekannt, nicht einmal der Todesort wurde genannt.

«Majestät des Souls» Bobby Womack gestorben Bild: Laurent Gillieron/dpa

Womack litt seit Jahren an mehreren Krankheiten, unter anderem Krebs und Alzheimer.

Dennoch kam die Nachricht von seinem Tod überraschend. Seine Krebserkrankungen schien Womack überstanden zu haben. Er äußerte sich immer wieder optimistisch und trat auch bis zum Schluss auf. Er hatte für die nächsten Wochen noch Auftritte geplant. Nach Angaben des Promi-Portals «TMZ.com» sagte Womacks Schwester, dass der Sänger jetzt im Schlaf gestorben sei.

Womack und seine Brüder hatten in den sechziger Jahren den Song «It's All Over Now» aufgenommen, mit dem die Rolling Stones ihren Durchbruch hatten. Stones-Gitarrist Ronnie Wood zeigte sich bestürzt: «Ich bin so traurig», schrieb er per Twitter. «Der Mann, der einem mit seiner Musik zu Tränen rühren konnte, hat mich mit seinem Tod zum Weinen gebracht.» Er sei mit seinem Herzen bei Womacks Familie und den Freunden seiner Musik. «Bobby, wir werden Dich so vermissen.»

Er selbst hatte Hits wie «Lookin' For A Love», «That's The Way I Feel About Cha» und «Woman's Gotta Have It». Als Musiker arbeitete er mit Legenden wie Janis Joplin und Aretha Franklin zusammen. Rod Stewart und Stevie Wonder sagten, dass sie von Womack beeinflusst worden seien. Die «New York Times» nannte Womack «Majestät des Souls».

2009 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, die in seiner Geburtsstadt Cleveland (Ohio) steht. Vor zwei Jahren gelang ihm ein aufsehenerregendes Comeback mit seinem Album «The Bravest Man in the Universe». Womack sprach aber wenig später von einer Alzheimererkrankung: Er vergesse Namen und selbst seine eigenen Texte. Dennoch trat er bis zum Schluss auf.

Womacks Website

TMZ.com

Rolling Stone

news.de/dpa

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