Kein Tierschutz in China: Zum Glück! 350 Katzen vor der Schlachtbank gerettet

China ist für seine ungewöhnlichen Lebensmittel bekannt. Doch dieser Fall übertrifft alles. Tierschützer retteten 350 Katzen vor dem Metzger. Das Fleisch sollte unter falschem Etikett verkauft werden.

Nach dem kürzlich das Hunde-Fleisch-Festival in China bereits unzählige Tierschützer auf den Plan rief, sorgt ein erneuter Tier-Skandal in China für Furore. Insgesamt 350 Katzen konnten durch die beherzten Retter vor dem Fleischer und somit dem sicheren Tod bewahrt werden.

350 Katzen vor Fleischverarbeitungsfabrik gerettet

In Shanghai haben Tierschützer einen Tiertransport mit fast 400 Katzen verhindert. Das Ziel: Eine Fleischverarbeitungsfabrik. Wie die Bild-Zeitung berichtet, waren unter der tierischen Fracht auch gestohlene Haustiere. Die kleinen Stubentiger waren in engen Holzkäfigen eingepfercht.

Die Tierschutz-Aktivisten stoppten den LKW und alarmierten die Polizei. Dem Fahrer fehlte die Lizenz, um Tiere zu transportieren. Die Polizei verbot ihm die Weiterfahrt und nahm ihn mit auf das Revier. Die Chance für die Retter: Die Tierschützer befreiten die Katzen aus dem LKW und brachten sie in Sicherheit, indem sie die viel zu kleinen Transportboxen in ihr eigenes Fahrzeug luden.

Etikettenschwindel: Katzen sollten als falsches Schweine- und Lammfleisch verkauft werden

Besonders widerlich: Die Tiere sollten nicht nur getötet werden, um an die begehrten Katzen-Felle heranzukommen, sondern sie sollten auch noch unter falschem Etikett als Schweine- oder Lammfleisch verkauft werden.

In den Käfigen machten die Tierschützer eine schreckliche Entdeckung. Sie fanden verwesende Kadaver von kleinen Vögeln. Damit sollten nach Aussagen der Bild die Vierbeiner womöglich angelockt werden. Aber nicht nur herrenlosen Streuner befanden sich in der Fracht, sondern auch gestohlene Hauskatzen, die teilweise sogar ihren Namen am Halsband trugen.

FOTOS: Frosch, Fisch, Qualle & Co. Ekel-Essen weltweit
zurück Weiter Eine Delikatesse auf den Philippinen und in Vietnam sind Balut. (Foto) Foto: picture alliance / dpa / Victoria Bonn-Meuser Kamera

Kein Tierschutzgesetz in China

Wie die Tierschutzorganisation Peta meldet, ist China der größte Exporteur für Pelze weltweit, denn in China gibt es kein Gesetz gegen Tierquälerei. Alles ist erlaubt. Man kann davon ausgehen, dass jedes Jahr mehr als zwei Millionen Katzen und viele Tausende Hunde qualvoll getötet werden. Tierschutzorganisationen laufen Sturm. Doch solange die Quäler Millionen mit den Fellen scheffeln, wird sich daran nichts ändern.

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bua/loc/news.de

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