Protest gegen Tierversuche: Künstlerin lässt sich öffentlich foltern

Entsetzliche Szenen inmitten einer belebten Londoner Einkaufspassage: Performance-Künstlerin Jacqueline Traides will ein Zeichen setzen gegen Tierversuche. Dafür lässt sie sich unter anderem - wie es bei den Versuchen gang und gäbe ist - rasieren und mit Nadelstichen mal­t­rä­tie­ren. So reagierten die Passanten.

Tierversuche werden noch immer in Kauf genommen, um die Nebenwirkungen von Medikamenten oder die Verträglichkeit von Kosmetik-Produkten für den Menschen zu testen. Die Tiere erleiden dabei teils unsägliche Qualen und können ihrem Schicksal nicht entkommen.

Jacqueline Traides: Schockierende Protest-Aktion

Um ein Zeichen gegen diese grausamen Tierversuche zu setzen, hat Performance-Künstlerin Jacqueline Traides gemeinsam mit Lush Cosmetics und The Human Society eine schockierende Aktion gestartet: Zehn Stunden lang ließ sich die Künstlerin laut storyfilter.com in einem Schaufenster quälen und foltern.

Nicht die erste ungewöhnliche Aktion einer Performance-Künstlerin. Vor den Messehallen Kölns imitierte Milo Moiré zu Ostern splitternackt den Geburtsakt, indem sie mit Farbe gefüllte Eier aus ihrer Vagina presste.

Künstlerin Jacqueline Traides lässt sich öffentlich malträtieren

Die Aufmerksamkeit der Passanten war ihr dabei von Beginn an sicher. Denn was diese zu sehen bekamen, war in der Tat schockierend. Jacqueline Traides ließ sich unter anderem den Kopf rasieren, mit Nadeln stechen, bekam diverse Pasten auf den Kopf geschmiert und Elektroschocks verpasst. Die entsetzten und fassungslosen Blicke der Zuschauer sprachen Bände.

FOTOS: Peta Haut zeigen für den Tierschutz
zurück Weiter Daniela Katzenberger (Foto) Foto: Marc Rehbeck für PETA Kamera

Können Tierversuche gestoppt werden?

Ob Jacqueline Traides mit ihrer Aktion allerdings tatsächlich ein Umdenken eingeleitet hat, wird sich zeigen müssen. Viele Kommentare unter dem Video auf YouTube enttäuschen schon jetzt. So schreibt beispielsweise nemanja milosevic: «this is pointless.. we all know its not right, but is there an alternative? testing it on humans?» («Es ist sinnlos. Wir alle wissen, das es nicht richtig ist. Aber gibt es eine Alternative? Menschenversuche?»)

Und auch Sqqr schlägt in die gleiche Kerbe: «I know it's cruel, but I'd rather have them experiment on animals than on humans.» Ich weiß, dass es grausam ist. Aber lieber lasse ich es an Tieren testen als an Menschen.

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