11.06.2014, 11.01 Uhr

Deutsche als Sexklavin gehalten: Treffen mit Internet-Bekanntschaft endet in Sexhölle

Aus Liebe flog sie in die USA, um ihre Internet-Bekanntschaft zu treffen. Doch die Reise ins Glück endete für die Deutsche in einem Albtraum. Mehrere Tage wurde die Frau brutal vergewaltigt, bis ausgerechnet ihr EX-Mann sie rettete.

Eigentlich war die 34-jährige Deutsche auf der Suche nach der ganz großen Liebe. Was sie fand, war der Albtraum ihres Lebens. Nach einer gescheiterten Ehe suchte eine Deutsche im Internet ein wenig Ablenkung und vielleicht auch einen neuen Partner. Auf einer Datingplattform stieß sie auf den 45-jährigen Robert W., der per Kontaktanzeige angeblich nach einer neuen Lebensgefährtin suchte.

Deutsche tagelang als Sexklavin in Lagerhalle gehalten

Nachdem die Frau mit dem Mann in Kontakt trat, reiste sie kurzerhand in die USA, um ihre Internetbekanntschaft im US-Bundesstaat North Carolina in Zebulon zu besuchen. Doch was sich eigentlich zu einer kleinen Romanze entwickeln sollte, wurde zu einem tagelangen Martyrium.

Nach Aussage der 34-Jährigen wurde sie von ihrer Internetbekanntschaft in den USA in einem geheimen Raum einer Lagerhalle fünf Tage lang eingesperrt und dort brutal missbraucht. Er nahm ihr Kreditkarten, Geld und Handy ab und versicherte ihr glaubhaft, dass er bereits in der Vergangenheit fünf andere Menschen ermordet habe und sie in Lebensgefahr schwebe.

Spektakuläre Fälle von Cybermobbing
Gefahren des Internets
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Hinweis des Ex-Mannes brachte Ermittler auf die Spur des Täters

Ausgerechnet ihr Ex-Mann brachte die Ermittler auf die Spur des Täters. Nachdem es der Frau gelang, sich Zugang zu einem Computer in der Lagerhalle zu verschaffen, schickte sie eine Mail an ihren Ex in Deutschland, der die örtliche Polizei in Zebulon verständigte.

Die Polizei konnte die 34-Jährige befreien und den Täter festnehmen. Als die Ermittler die Lagerhalle unter die Lupe nahmen, fanden sie das geheime Zimmer hinter einer Mauer - auch mehrere Waffen waren in der Halle gelagert.

Der Sexualtäter bezahlte das Flugticket in die USA

Wie der Regionalsender WNCN anschließend berichtete, habe Robert W. ihr sogar das Flugticket in die USA spendiert. Die Ermittler fanden den Reiseschein der Frau bei der Festnahme in seinem Besitz und gehen davon aus, dass der Täter offensichtlich den Flug an die Ostküste bezahlt hat.

Wegen Menschenhandel und Körperverletzung vor Gericht

Der Verdächtige aus Raleigh sitzt nun vorerst in Untersuchungshaft im Gefängnis von Wake Coutry und könnte sogar gegen eine Kaution von 250.000 Dollar freikommen, was für das Opfer ein besonders herber Schlag wäre. Dennoch muss der 45-Jährige sich in jedem Fall wegen Menschenhandels und Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Der 34-jährigen Deutschen geht es laut Polizeiangaben den Umständen entsprechend gut. Sie wurde vorerst in einem Frauenhaus untergebracht.

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ife/zij/news.de

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