Tag gegen Homophobie: Die 10 schwulsten Tiere der Welt

Warum die Bonobo-Affen auf Gruppensex stehen, Lesbenspiele unter Löwinnen weit verbreitet sind und der Pinguin die Farbe Rosa liebt: So homo ist unsere Tierwelt.

Internationaler Tag der Homophobie

Heute, ist der internationale Tag der Homophobie. Ein Tag, um mit Schwulenfeindlichkeit und Vorurteilen gegen Lesben und Transsexuelle aufzuräumen. Dass Homosexualität weder abschreckend noch wider die Natur ist, zeigt uns das Tierreich. Forschungen und Erfahrungen beweisen, dass nicht nur Menschen, sondern auch Tiere sich zum anderen Geschlecht hingezogen fühlen. Die zehn schwulsten Tiere der Welt hier.

FOTOS: Homosexualität im Tierreich Die 10 schwulsten Tiere der Welt
zurück Weiter Im Zoo in Bremerhaven haben sich diese beiden männlichen Pinguine lieben gelernt - dank Mangel an weiblichen Artgenossen. Ein Versuch, die vom Aussterben bedrohten Pinguine zur Paarung zu bewegen, lief leider schief. (Foto) Foto: Ingo Wagner/dpa Kamera

Schwule Elefanten, Königstiger, Löwen: Von wegen, Homosexualität ist gegen die Natur!

2007 zeigte eine Ausstellung im Naturhistorischen Museum in Oslo, wie weit verbreitet Homosexualität unter Tieren ist. Bei über 1000 Tierarten weltweit wurde homosexuelles Verhalten beobachtet, berichtet die «Zeit». Sowohl bei Elefanten, Fischen als auch bei Königstigern und Löwen ist schwul sein nichts Ungewöhnliches.

Schwule Eltern: Pinguin-Männchen ziehen Küken auf

Bei den Pinguinen ist sogar jedes fünfte Tier homosexuell, schreibt die «Süddeutsche Zeitung». Diese Erfahrung musste auch der Zoo Bremerhavens 2009 machen, als vergeblich versucht wurde, ein schwules Pinguinpaar auseinanderzubringen und zur Zeugung zu bewegen. Zum Elternglück hat es dennoch gereicht: Das Paar nahm ein verstoßenes Ei aus einem anderen Nest an und zog es gemeinsam auf.

Warum kommt es in der Tierwelt so häufig zu homosexuellen Kontakt? Das liegt daran, dass der Sexualakt im Tierreich eine ganz andere Funktion als beim Menschen hat. Häufig dient der Geschlechtsverkehr lediglich zur Entspannung und zum Entladen des sexuellen Triebes, ist dabei allerdings kein Zeichen von Zuneigung oder sogar Liebe. Treue und emotionale Bindungen werden in der Tierwelt vom Sexualleben getrennt.

Gleichgeschlechtlicher Sex bei Menschenaffen und See-Elefanten

Das Geschlechtsverhalten des Bonobo-Affens zum Beispiel hat schon bei einigen Forschern für Aufregung gesorgt. Die Affen haben quasi überall und zu jeder Zeit untereinander Sex - egal, ob mit Männlein oder Weiblein. Auch die See-Elefanten sind bei der Wahl ihres Geschlechtspartners nicht festgelegt. Wenn gerade keine See-Kuh in Reichweite ist, muss eben ein anderer See-Elefant herhalten.

In Herden werden durch die sexuellen Kontakte der Tiere Machtverhältnisse ausgespielt und Allianzen gebildet, die für das Zusammenleben wichtig sind. Der Sex, auch mit Artgenossen gleichen Geschlechts, ist entscheidend für die Organisation innerhalb der Herde und für die Herstellung der Rangordnung.

Schwule Tiere: Echte Männerliebe und gemeinsames Mutterglück

Aber es geht auch unter Tieren nicht immer nur um Triebe. Auch echte Männerliebe wie die des schwulen Flamingo-Paares Carlos und Fernando aus Großbritanien sind im Tierreich zu finden. Sie waren fünf Jahre lang zusammen, brüteten sogar ein verwaistes Ei aus und adoptierten den Nachwuchs.

Löwinnen ziehen ihr Junges gemeinsam ohne die Väter auf und genießen ihr Mutterglück. Dabei kommen die Weibchen sich näher als man denkt - lesbische Liebesspiele inklusive.

Woher also kommt das Vorurteil, dass Homosexualität wider die Natur sei? Diese und andere Beispiele aus dem Tierreich zeigen, dass Weibchen sich mit Weibchen und Männlein sich mit Männlein amüsieren kann, ohne aufDiskriminierung, Intoleranz und Widerstand zu stoßen.

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iwi/news.de

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2 Kommentare
  • ocelot

    10.07.2016 17:15

    Die Natur ist gottlos.

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  • HPB

    18.05.2014 13:44

    Die Verwandtschaft der Menschheit mit peinlichen Ahnen ist nicht mehr zu leugnen. Gerade die verschwuchtelte Politik ist ein stimmiger Beweis für die beschworenen Abstammungsverhältnisse. Die Erkenntnis, dass der Zeitgeist sich seiner Abstammung erinnert, macht seinen Unsinn aus: Rechtfertigung durch Tiervergleiche, der Genuss mit na prost Mahlzeit! Einmal animalisch, immer animalisch. Mein Plädoyer gilt den fittesten Arten.

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