Koboldhai aus der Tiefsee: Absolut hässlich! Fischer fängt lebendes Fossil

Dem Krabbenfischer Carl Moore ging ein besonders seltener Fang ins Netz. Er fing ein echtes Fossil aus der Tiefsee - einen lebenden Koboldhai. Meeresbiologen weltweit sind darüber mehr als begeistert.

Dem Krabbenfischer Carl Moore aus dem US-Bundesstaat Florida ist im Golf von Mexiko ein seltener Fang aus der Tiefsee ins Netz gegangen – ein Koboldhai. Er sieht bizarr aus und das ist er auch. Der Tiefseefisch mit den messerscharfen Zähnen ist nämlich ein echtes lebendes Fossil. Ungefähr 125 Millionen Jahre soll diese Haiart alt sein. Weltweit haben nur etwa zehn Menschen ein solches Exemplar lebend gesehen.

Meeresbiologen sind über diesen seltenen Fang begeistert. Eigentlich ist der Koboldhai in der Tiefsee bei Japan zu Hause.

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Fünf Meter langer Koboldhai im Golf von Mexiko

Nur zehn Meilen vor Key West war Moore mit seinem Fischerboot unterwegs und dann ging im dieser ungewöhnlich hässliche Fang ins Netz und er staunte nicht schlecht. «Ich hatte keine Ahnung, was das ist», sagte er gegenüber dem «Houston Chronicle».

Nach ersten Schätzungen des Fischers ist der gefangene Koboldhai ungefähr fünf Meter lang. «Ich habe mich erst gar nicht getraut, das Maßband anzulegen, weil das Ding wirklich ein paar böse Zähne hat», berichtete Krabbenfischer Moore weiter.

«Hässlicher als die Schwiegermutter»

Der Koboldhai zählt nicht nur zu einer sehr alten vorzeitlichen Tiergattung, sein Äußeres erinnert auch daran. Ein langes, schnabelartiges Gebilde befindet sich über dem Maul und ragt wie ein Speer nach vorn. Daher hat der bizarre Hai auch seinen Spitznamen «Nasenhai». Besonders kurios: Der seltene Raubfisch ist pink. Laut Fischer Moore sei der Hai «hässlicher als meine Schwiegermutter».

Als die Fischer aus ungefähr 600 Meter Tiefe ihre Netze hochholten, staunten sie nicht schlecht, als sich dieser rosafarbene bizarr anzusehender Gigant darin befand.

Die Aufmerksamkeit auf Deck des Schifferbootes war dem Hai sicher. Ein Crewmitglied schoss sofort ein Foto. Im Anschluss wurde das Tier wieder freigelassen. Mit 50 Jahren Berufserfahrung ist dieser Hai-Fund wohl das Highlight im Fischer-Leben von Moore. Als er das Foto seinem Enkel (3) zeigte, meinte dieser: «Wow, Opi!»

FOTOS: Faultiere und Co. Hässliche Tiere
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Erst zehn Menschen sahen lebenden Koboldhai

Nach Angaben des «Houston Chronicle» fingen die Krabbenfischer den seltenen Hai bereits Mitte April. Doch erst jetzt meldeten sie ihren Fund den Meeresbiologen. Laut «National Oceanic and Atmospheric Administration» (NOAA) ist der Koboldhai sehr selten. Carl Moore kann sich somit in die Riege der zehn Menschen einreihen, die ein solches Exemplar lebend sahen. Der Biologe und Hai-Experte John Carlson vom NOAA spricht von «grandiosen Neuigkeiten. Es ist erst der zweite Fund im Golf von Mexiko, die meisten diese Art werden vor der Küste Japans oder im Indischen Ozean um Südafrika gesichtet.»

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bua/fro/news.de

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