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Museen: Vorgeschmack auf Louvre-Dependance in Abu Dhabi

Paris - Eine Christusfigur, ein Koran aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, eine Madonna mit Kind von Giovanni Bellini: Die Werke sind Teil der Sammlung des 24 000 Quadratmeter großen Louvre Abu Dhabi, der im Dezember eröffnet werden soll.

Vorgeschmack auf Louvre-Dependance in Abu Dhabi Bild: Ian Langsdon/dpa

Unter dem Titel «Geburt eines Museums» enthüllt der Pariser Louvre, was mit zweijähriger Verspätung in seiner Dependance in dem Scheichtum unter dem riesigen Kuppeldach des französischen Stararchitekten Jean Nouvel zu sehen sein wird.

Frankreichs Staatschef François Hollande eröffnete am Dienstag in Paris die Ausstellung, die im vergangenen Frühjahr in Teilen schon im Kulturzentrum Manarat al-Saadiyat zu sehen war, nur wenige hundert Meter von dem zukünftigen Louvre Abu Dhabi entfernt. Damals wurden rund 130 Gemälde, Skulpturen und Kunstobjekte gezeigt. In Paris ist die Ausstellung auf mehr als 160 Exponate angewachsen. Die Werkschau ist für das Publikum ab 2. Mai zu sehen und dauert bis zum 28. Juli.

Der Grundstein zu der Sammlung, die mit Hilfe französischer Expertise aufgebaut wird, wurde 2009 gelegt. Rund 400 Werke wurden seitdem im Kunsthandel erworben. Zu den prächtigsten europäischen Exponaten gehört eine silbervergoldete Kanne mit Becken. Das Artefakt entstand in Danzig um 1610 und ist ein Meisterstück manieristischer Goldschmiedekunst.

Die Sammlung hat den Anspruch, universell zu sein. Alle kunstgeschichtlichen Perioden und Kulturen sollen vertreten sein. So zeigt der Louvre eine 4000 Jahre alte Skulptur einer baktrischen Prinzessin, eine um 1515 bis 1520 entstandene Christusfigur aus Bayern oder Österreich, Keramik aus dem Irak und China sowie Gemälde der klassischen Moderne. Von Pablo Picasso ist eine einzigartige Frauen-Collage zu sehen und von Piet Mondrian ein abstraktes Gemälde - eine der ersten Erwerbungen aus der Versteigerung der Sammlung des Modeschöpfers Yves Saint Laurent.

Bei der Auswahl wurde weder vor antiken Mythen, Bibel-Motiven noch nackten Busen haltgemacht. Sie spiegelt vielmehr den Wunsch wider, nur das Beste der Weltkulturen zu zeigen, aber auch den eurozentrischen Blick der Agence internationale des musées de France. Hinter dem sperrigen Begriff steht eine Einrichtung des Louvre und weiterer französischer Museen, die beim Aufbau der Sammlung berät und das Ausstellungsprogramm gestaltet.

Für die Louvre-Dependance muss das Scheichtum tief in die Tasche greifen. Allein die Verwendung des Namens Louvre für die Dauer von 30 Jahren kostet 400 Millionen Euro. Laut dem zwischen Frankreich und dem Scheichtum abgeschlossenen Vertrag geht fast nochmal so viel für Leihgaben und Wechselausstellungen an die Franzosen. Rund 40 Millionen Euro jährlich muss das Emirat für den Aufbau der Sammlung aufwenden.

Ausstellungsseite

news.de/dpa

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