Bruno Ganz ist tot

Schauspiel-Star im Alter von 77 Jahren verstorben

Er war einer der bedeutendsten Schauspieler des deutschsprachigen Raums: Der Schweizer Bruno Ganz. Auf der Bühne und in zahlreichen Filmen hat er den Grübler, den Stillen gegeben - und den Diktator.

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Jetzt spricht der Protzbischof: Tebartz-van Elst schiebt anderen die Schuld zu

Monatelang hat er zu dem Skandal um seine Person geschwiegen - jetzt meldet sich der ehemalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zu Wort. Alle Vorwürfe um die horrenden Baukosten des Limburger Bischofssitzes seien erstunken und erlogen - die Schuld trage natürlich nicht er, sondern andere.

Sein Amt als Bischof von Limburg ist Franz-Peter Tebartz-van Elst los - die Entscheidung des Vatikans hierzu ist amtlich. Offenbar ist für den Protz-Bischof, der durch die überbordenden Baukosten für den Bischofssitz in Limburg in die Schlagzeilen geriet, jetzt die Zeit reif, sich selbst zu seiner Sicht der Dinge zu äußern. Seiner Ansicht nach sind die Vorwürfe um das millionenschwere Bauprojekt haltlos - und er selbst trage keine Schuld an dem Skandal.

«Andere sind Schuld an dem Finanzskandal»

In einer Stellungnahme lässt der Ex-Bischof verlauten, dass Teile des Berichts zu den ausgeuferten Baukosten für den Bischofssitz nicht der Wahrheit entsprechen. In der Stellungnahme macht der 54-Jährige seinen früheren Generalvikar Franz Kaspar für einen wesentlichen Teil der Kostenexplosion verantwortlich. Er selbst sei als Bischof weder ein Finanz- noch ein Baufachmann.

Der offizielle Prüfbericht der bischöflichen Kommission sieht das jedoch anders: Demnach soll der Bischof kirchliche Vorschriften umgangen und Baukosten in die Höhe getrieben haben. Der Papst hatte am Mittwoch unter anderem auf Grundlage des Berichts entschieden, den angebotenen Amtsverzicht Tebartz-van Elsts anzunehmen. Franziskus hatte den Bischof bereits im Oktober vorläufig beurlaubt.

Nachfolger von Tebartz-van Elst soll die Wogen glätten

Das Bistum Limburg steht mit seinem neuen Leiter, dem Apostolischen Administrator Manfred Grothe, nun vor einem Neubeginn. Es gelte, «Verletzungen zu heilen und die Herausforderungen, vor denen wir stehen, anzupacken», hatte der Paderborner Weihbischof nach seiner Ernennung gesagt.

Laut dem Untersuchungsbericht trägt Tebartz-van Elst maßgeblich Verantwortung für die Versechsfachung der Kosten für den millionenschweren Um- und Ausbau der Bischofsresidenz auf dem Limburger Domberg, weil er kirchliche Vorschriften und Kontrollgremien umging und immer wieder Sonderwünsche hatte.

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