«PETA ermordet Tiere!»: Fiese Mord-Vorwürfe gegen Tierschützer!

Es sind ungeheuerliche Anschuldigungen: Eine breit angelegte Kampagne gegen die Tierschutzorganisation PETA bezeichnet die Gruppe als brutale Tiermörder. Sind die Vorwürfe aus der Luft gegriffen oder steckt eine grausame Wahrheit hinter den Anschuldigungen?

Sind die Tierschützer der Organisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) in Wahrheit gar keine Tierfreunde, sondern kaltblütige Tiermörder? Die Antwort lautet «ja» - zumindest wenn es nach der Webseite petaermordettiere.de geht. Auf dieser Seite werden unfassbare Anschuldigungen gegen die Tierrechtsorganisation laut: In einem US-amerikanischen Tierheim im Bundesstaat Virginia, welches von PETA geleitet wird, sind angeblich mehr als 90 Prozent der Hunde und Katzen getötet worden. Außerdem wird auf der Webseite behauptet, 84 Prozent der Tiere in der Obhut des Tierheims seien innerhalb von 24 umgebracht worden sein.

Kaltblütiges Abschlachten statt Tierschutz?

Deshalb fordern die Betreiber von petaermordettiere.de, dass der Tierschutzorganisation des Recht entzogen wird, Tierheime zu führen - angebrachter wäre eine Klassifikation als «Schlachthaus»! Doch damit ist die Liste der Anschuldigungen gegen PETA noch nicht zu Ende: Die Webseitenbetreiber behaupten weiter, PETA stehe mit aggressiven Extremistengruppen in Kontakt, stelle sich gegen Medikamententests an Tieren, selbst wenn diese die Heilung von AIDS beschleunigen könnten und sichere sich die Unterstützung von prominenten Gesichtern, die nur Heuchler seien.

Wer steckt hinter den PETA-Anschuldigungen?

Die Anti-PETA-Kampagne ins Rollen gebracht hat das «Center for Consumer Freedom», eine US-amerikanische Organisation, die sich als gemeinnützig bezeichnet und sich für die Freiheit von Verbrauchern stark macht. Seit der Gründung 1996 haben sich Sponsoren wie Coca Cola oder Tyson Foods der Organisation angeschlossen.

FOTOS: Peta Haut zeigen für den Tierschutz
zurück Weiter Daniela Katzenberger (Foto) Foto: Marc Rehbeck für PETA Kamera

Auf Anfrage der Bild-Zeitung betonte der Vorstand von PETA die wirkungsvolle Arbeit der Tierschutzorganisation. Das angeprangerte Tierheim in Virginia sei kein normales Tierheim, sondern eine Auffangstation für Tiere, die alt, krank oder aus anderen Gründen nicht vermittelbar seien. Die wirklichen Tierquäler seien allerdings die Organisationen, die das «Center for Consumer Freedom» unterstützen und für ihre Profitgier Tierquälerei und Mord an Tieren in Kauf nähmen, so der zweite Vorsitzende von PETA Deutschland Harald Ullmann gegenüber der Zeitung.

Da zu wenige Tierheimplätze für zu viele Problemtiere zur Verfügung stehen, seien die Tierschützer von PETA in manchen Fällen gezwungen, die Vierbeiner zu töten. Darüber gibt PETA jährlich eine Presseerklärung heraus, in dem Bilanz über die von der Tierschutzorganisation aufgenommenen, an neue Herrchen vermittelten und eingeschläferten Tiere gezogen wird.

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loc/news.de

1 Kommentare
  • powerlot

    24.02.2014 18:04

    Diese Zustände sind seit Jahren bekannt ! Ja Peta tötet Tiere. Und es wird allerhöchste Zeit, dass endlich besser hingeschaut wird. Nicht immer ist Tierschutz drin, wo Tierschutz draufsteht !

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