Von news.de-Redakteurin Franziska Obst - 16.02.2014, 10.01 Uhr

Muttermilch kurios: Von Online-Tauschbörsen und Brüsten für Papa

Die einen haben zu viel, die anderen zu wenig und wieder andere haben gar keine: Die Rede ist von der Muttermilch. Nicht jede Frau, die gern möchte, kann ihrem Kind die Brust geben - für Papa gestaltet sich dieser Akt als noch unwahrscheinlicher. In beiden Fällen schafft das Internet mittlerweile Abhilfe.

Seit kurzer Zeit gibt es in Deutschland die erste private Muttermilchbörse. Gegründet wurde sie von Tanja Müller, selbst Mutter von zwei Kindern. Entstanden ist die Idee zu einer zentralen Anlaufstelle für milchsuchende und milchbietende Mütter aus ihren eigenen Erfahrungen heraus.

Von Still-Schwierigkeiten und Milch-Armut

Beim ersten Kind wollte es mit dem Stillen nicht so recht klappen, beim zweiten wiederum produzierte sie mehr Milch, als ihr Kind trinken konnte. Ihre damaligen Versuche, mit anderen Müttern einen Tausch einzugehen, scheiterten. Schnell war die Idee geboren, diesen Umstand zu ändern und somit rief sie ihre «Muttermilch Börse» ins Leben.

9 Studien über Brüste
Forschung versext
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Ich vertrau dir, du vertraust mir

Ein durchaus schwieriges Unterfangen, denn das gesamte Tauschkonzept beruht auf dem bedingungslosen Vertrauen zwischen zwei Müttern. Denn welche Garantie haben die milchsuchenden Mütter, dass in der Muttermilch keine Viren oder andere Krankheitserreger sind? Richtig, keine! Sie können lediglich auf die Ehrlichkeit der Anbieterin hoffen. Persönliche Gespräche sollen hierbei helfen. Diverse Untersuchungen, sowohl der Milch als auch der Mutter, bescheinigen den Suchenden die Sauberkeit der «Ware». Ein Restrisiko bleibt jedoch bestehen.

FOTOS: Babybildung Sicher durchs erste Jahr

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