Computer: Tipps für Vieltipper: Das leisten Tastaturhüllen für Tablets

Hamburg – Wer öfter längere Texte tippt, wird mit den virtuellen Tastaturen auf dem Display von Tablets nicht glücklich. Andockbare Funktastaturen versprechen Abhilfe. Doch wie findet man das richtige Modell? Und ersetzt diese Kombination das Notebook?

Ein Einsteiger-Tablet, dazu eine gute Tastatur - fertig ist das Notebook? Für viele Verbraucher ist das eine verlockend günstige Kombination - nicht ganz zu Unrecht. «Die erhältlichen Produkte sind inzwischen prinzipiell ausgereift und ermöglichen ein deutlich schnelleres Arbeiten als mit virtuellen Tasten», erklärt Michael Knott, Redakteur beim Technik-Portal «Netzwelt.de».

Meistens handelt es sich bei den Zusatz-Keyboards um komplette Tastaturhüllen, oft auch als «Folio» bezeichnet, die zusammengefaltet Schutz für Vorder- und Rückseite des Tablets bieten. Seltener sind die kleinen Geschwister, die als Tastaturcover nur das Display vor Kratzern bewahren, dafür aber auch weniger kosten, wiegen und auftragen.

«Vielen Kunden ist es sehr wichtig, dass verwendetes Zubehör ihren Tablet-PC so schlank wie möglich belässt», sagt Karsten Kunert, Sprecher des Zubehörherstellers Belkin. Das spreche für Tastaturen ohne rückseitige Abdeckung. Wenn sie nicht benötigt werden, sind sie außerdem mit ein paar Handgriffen weniger zu entfernen als Folios. Bei beiden Systemen gewährleisten Magnete oder Steckverbindungen den physischen Zusammenhalt, die Datenübertragung läuft per Bluetooth.

Die größte Auswahl gibt es für Apples iPad-Familie. Zubehörhersteller wie Logitech, Belkin, Kensington oder Hama bieten diverse Modelle dafür an. Deutlich geringer ist das Angebot für Android-Tablets. Und wer mit einem Windows-Tablet arbeitet, muss nehmen, was er kriegen kann. Wenn überhaupt, bieten nur die Hersteller selbst Zubehör an.

Gab es die Tastaturhüllen früher fast nur in klassischem Schwarz oder Weiß, finden sich nun immer mehr bunte Hüllen, die neben Technikenthusiasten auch lifestyle-bewusste Zielgruppen ansprechen sollen. Die schönste Farbe ist jedoch nur ein schwacher Trost, wenn die Verarbeitungsqualität nicht stimmt – für Vieltipper ein zentrales Kriterium. «Die Unterschiede in der Verarbeitung sind groß und leider nicht an den Preis gekoppelt», erklärt Michael Knott. Selbst hohe Beträge wie 100 Euro oder mehr seien kein Qualitätsgarant. Unterschiedlich ist außerdem die Laufzeit der fest verbauten Akkus in den Tastaturgehäusen, die separat aufgeladen werden müssen.

In einem jüngst veröffentlichten Test der Zeitschrift «Mac & i» (Ausgabe 9/2013) wurden bei den Tastaturcovern unter anderem das Ultrathin Keyboard Cover von Logitech (ab circa 80 Euro) und das ZAGGkeys PROplus (90 Euro) lobend erwähnt. Bei den Tastaturhüllen hinterließen das YourType Etui von Belkin (60 Euro) und das KeyStand von Kensington (50 Euro) einen guten Eindruck. Insgesamt hatte die Zeitschrift acht Funktastaturen für iPad und iPad Mini getestet.

Trotz allem werden Geschäftsreisende und andere anspruchsvolle Nutzer das klassische Notebook aber auch weiter der Tablet-Tastatur-Kombi vorziehen. «Eine hochwertige Laptop- oder Schreibtisch-Tastatur lässt sich damit nicht ersetzen», urteilt Technik-Redakteur Knott.

Denn die weiter auseinanderstehenden Tasten in Desktop- und Notebook-Tastaturen minimierten das Tippfehler-Risiko. Zudem sei im Unterschied zu Notebooks praktisch kein Tablet-Keyboard standfest genug, um damit auf dem Schoß arbeiten zu können.

Technik-Portal Netzwelt.de

news.de/dpa

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