Von news.de-Redakteurin Franziska Obst - 07.11.2013, 08.42 Uhr

Zutritt ab 18 Jahren: Der wohl perverseste Freizeitpark der Welt

Skurrile Themenparks gibt es weltweit einige: Ein Disneyland für Hello-Kitty-Fans, ein Schokoladenpark oder ein Bagger-Park für Männer sind da noch die harmlosen Beispiele. Sie alle tragen zur Belustigung der Besucher bei. Anders hingegen das «Jeju Love Land» in Südkorea - dieser Themenpark verfolgt eine gänzlich andere Mission.

FOTOS: Jeju Love Land Der Sex-Themenpark
zurück Weiter Love Land auf Jeju Island in Südkorea. (Foto) Foto: Facebook/ iloveyou.ahasan Kamera

Wer einmal das Glück haben sollte, den Urlaub in Korea zu verbringen, der sollte sich das «Jeju Love Land» keineswegs entgehen lassen. Denn diesen Themenpark muss man (und frau) gesehen haben. Das Klischee des prüden Asiaten wird man im Anschluss mit Sicherheit noch einmal überdenken.

Willkommen im «Jeju Love Land»

Denn das «Jeju Love Land» ist weniger ein Freizeit- als viel mehr ein Aufklärungspark, der sozusagen als eine Ergänzung zum Biologieunterricht betrachtet werden kann. In dem 2004 eröffneten Skulpturenpark auf der Insel Jeju in Südkorea dreht sich nämlich alles um die menschliche Sexualität. Der Zutritt ist daher auch erst Personen ab 18 Jahren gestattet - zurecht!

Insgesamt stehen in dem Park 140 Skulpturen, die den Koreanern so allerlei Anregungen für das zärtliche Miteinander im Bett bieten. Zudem werden den interessierten Besuchern auch allerlei Aufklärungsfilmchen gezeigt.

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Von wegen prüde!

Ursprünglich war die Insel Jeju ein viel besuchtes Reiseziel für Frischvermählte in deren Flitterwochen. Doch da Sex vor der Ehe vor allem für Frauen ein großes Tabu-Thema ist, sind Braut und Bräutigam im ersten sexuellen Umgang miteinander meist noch eher unbeholfen. Diese Wissenslücke will der außergewöhnliche Themenpark schließen.

Angefertigt wurden all die sexuellen Spielereien und Kunstwerke von Absolventen der Seouler Universität. Ob klitzekleine Figürchen oder doch in Überlebensgröße: Im «Jeju Love Land» findet sich nahezu jede erdenkliche Skulptur, welche den Asiaten die ein oder andere Sexstellung sowie die eigenen Geschlechtsorgane nahebringen sollen. Springbrunnen sehen aus wie Penisse, große Mosaikbrüste zieren Mauerwände und Wasserhähne zur Abkühlung finden sich selbstverständlich an der entsprechenden Stelle einer männlichen Skulptur: der ganz normale Wahnsinn im «Jeju Love Land».

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Doch nicht allein aufgrund der obszönen Kunstwerke ist der Themenpark so skurril. Vor allem in Anbetracht der eigentlich extrem konservativen und schamhaften Mentalität der Asiaten wird aus diesem Ort ein merkwürdiges Ausflugsziel. Ob er seine eigentliche Intention - die Aufklärung der Besucher - wirklich erfüllt, ist fragwürdig. Denn der doch eher trashig anmutende Themenpark verleitet eher zu einem witzigen Fotoshooting als zur ernsthaften Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper.

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Das scheinen auch die Asiaten so zu sehen. Im Internet findet sich schließlich eine Fülle an Fotos, auf denen lachende Besucher des Love Lands zu sehen sind, die voller Begeisterung und Elan neben den übergroßen Vaginas und Phallen posieren. Aber ist das nicht eigentlich der Ur-Sinn eines Themenparks - Spaß und Freude?

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