Bevölkerungsstatistik Jeder Achte hierzulande ist Ausländer

Von Monika Pilath
Insgesamt leben hierzulande 10,7 Millionen Migranten. Jeder achte Einwohner der Bundesrepublik Deutschland ist demnach im Ausland geboren. Die Mehrheit der Zuwanderer stammt aus Europa.

In Deutschland leben gegenwärtig 10,7 Millionen Zuwanderer aus 194 Ländern. Damit ist jeder achte Einwohner der Bundesrepublik im Ausland geboren, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag anlässlich des internationalen Tages der Migranten mitteilte. In den vergangenen zwei Jahren seien insgesamt 550.000 Menschen eingewandert, knapp 300.000 allein im ersten Halbjahr 2012.

Die Mehrheit der Zuwanderer stammt mit 7,4 Millionen Menschen aus Europa, knapp die Hälfte (3,5 Millionen) davon aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die wichtigsten Herkunftsländer sind die ehemalige Sowjetunion und ihre Nachfolgestaaten mit 2,4 Millionen Personen, die Türkei mit 1,5 Millionen und Polen mit 1,1 Millionen Menschen.

Motive fürs Auswandern sehr unterschiedlich

Viele der Zugewanderten haben nahezu ihr ganzes Leben in Deutschland verbracht, andere sind erst vor kurzem nach Deutschland gezogen, wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte. 1,4 Millionen Migranten lebten seit mehr als 40 Jahren in Deutschland, mehr als die Hälfte aller Migranten (5,9 Millionen) wanderten zwischen 1990 und 2010 zu.

Die Motive, nach Deutschland auszuwandern, sind sehr unterschiedlich. In den 1960er und 1970er Jahren zogen überwiegend «Gastarbeiter» und ihre Familien nach Deutschland. In den 1980er Jahren war die Mehrheit der Migranten Asylbewerber und von 1990 bis 2000 prägte vor allem die Zuwanderung Deutschstämmiger aus den früheren kommunistischen Staaten das Bild.

EU-Flüchtlingspolitik
Endstation Auffanglager
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Schon immer flohen Menschen vor Krieg und Bürgerkrieg auch nach Deutschland. In den vergangenen Jahren kamen diese Flüchtlinge unter anderem vom Balkan, aus Irak, Iran und Afghanistan und jüngst aus den Staaten des Maghreb, vor allem aus Libyen und Tunesien, aber auch aus der arabischen Welt, beispielsweise Syrien und Ägypten.

Ausländerzahl wegen Einbürgerung konstant

Wie das Bundesamt auf dapd-Nachfrage erläuterte, lag die Nettozuwanderung seit dem Jahr 2002 bei rund 100.000 jährlich. Die Ausländerzahl in Deutschland sei jedoch konstant geblieben, da Zuwanderer in ähnlicher Größenordnung eingebürgert worden seien. Einen Anstieg der Einwandererzahl sei seit 2010 zu beobachten, seit 2011 habe sich dieser verstärkt. Die Zahlen für das gesamte Jahr 2012 lägen voraussichtlich im Februar 2013 vor, hieß es weiter.

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zij/news.de/dapd

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • maro12
  • Kommentar 3
  • 20.12.2012 15:42

Ob Ausländer hier einwandern ist mir relativ egal,wenn Sie einen Job haben,bzw. nicht auf Kosten der Steuerzahler leben.Denn irgendwann geht das ganze Sozialsystem in die Knie.Es sollte doch so sein,dass es nur Hilfe vorübergehend gibt und nicht auf Lebenszeit.Für Kranke und Ältere ausgenommen.Aber das ganze faule Pack und die vielen Wirtschaftsflüchtlinge kann ich doch nicht noch staatlich belohnen für´s nichts tun,ausser die Altersstatistik niedrig zu halten.Glaubt der Staat wirklich,dass diese Leute irgendwann arbeiten,wenn das Geld einfach so aus dem Automaten kommt?

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  • Hartz-IV befristen
  • Kommentar 2
  • 19.12.2012 09:32

Hartz-IV befristen für ALLE. Das verhindert die Einwanderung in unsere Sozialsysteme genauso wie ein faules Leben in der "sozialen Hängematte". Linke Mini-Jobberin: "Arbeite nur für den 100-€-Freibetrag, sonst wird Hartz-IV gekürzt." FRECHHEIT!

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  • Sven Forbis
  • Kommentar 1
  • 18.12.2012 14:43

Wenn sich der Durchschnittsdeutsche keine Kinder mehr erlauben kann nimmt es nicht wunder, dass wir in diesem Land Menschen aus anderen Ländern brauchen um dieses System am laufen zu halten. Ich denke es ist ja auch in einer Europäischen Union gewollt, dass alle Menschen dort leben und arbeiten, wo sie glauben glücklich zu werden. Und wenn wir sowieso die Südländer über den ESM finanzieren müssen, können die "Ausländer" wenigstens hier arbeiten.

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