Grün oder weiß? So wird das Wetter an Weihnachten

Weihnachten naht
Baumelnder Santa und Glanz auf Knopfdruck
Santa Claus allerdings hat seinen ersten großen Auftritt 2012 vergeigt. (Foto) Zur Fotostrecke

Von Tatjana Schäfer
Die Meteorologen haben eine Tendenz zum diesjährigen Weichnachtswetter ausgemacht. Zwar kämpfen noch russische Kälte und atlantische Warmluft gegeneinander, doch wird Weihnachten wohl eher grün als weiß.

Eher grün als weiß dürften in diesem Jahr die Weihnachtsfeiertage im deutschen Flachland ausfallen. Diese Tendenz gelte insbesondere für den Westen, sagte Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst am Montag in Offenbach. In den Niederungen von der Ostsee bis zur Oder könne es jedoch auch mal Schnee geben. Ausschlaggebend für das Wetter zu Weihnachten sei eine Luftmassengrenze, die verlässliche Prognosen schwer mache. Dabei treffe ein Hochdruckgebiet mit kalter Luft aus Russland auf warme Luft vom Atlantik. Derzeit sei schwer zu sagen, ob und wo sich die milde oder die kalte Luft durchsetze.

Laut Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net liegt pünktlich zum vierten Advent diese Grenzwetterlage genau über Deutschland. «Wenige Hundert Kilometer können hier das Zünglein an der Waage zwischen weißer beziehungsweise zumindest frostiger und grüner Weihnacht sein», sagte Jung.

Generell kommt es lauf Meteorologe Friedrich eher selten vor, dass Weihnachten in ganz Deutschland weiß ausfalle. Zuletzt lag 2010 an allen drei Weihnachtstagen bis in die Niederungen eine dichte Schneedecke. Davor sei dies 1986 der Fall gewesen. «Immerhin eine Zeitspanne von 14 Jahren», betonte der Wetterexperte. Auch 1981 waren die drei Weihnachtstage weiß.

Garantie für weiße Weihnachten nur in den Bergen

Besonders selten schneie es pünktlich zu Weihnachten im Westen in den Regionen um Düsseldorf und Frankfurt am Main. «Hier kommt es nur etwa alle zehn Jahre vor, dass an den drei Weihnachtstagen Schnee liegt», erläuterte Friedrich. Die Schneewahrscheinlichkeit nehme nach Osten und Süden hin zu. «In München gibt es fast jedes zweite Jahr weiße Weihnachten.» Wer sicher gehen wollte, weiße Weihnachten feiern zu können, müsse in die südlichen Berglagen reisen, etwa in die Alpen oder den Bayerischen Wald. «Hier liegen die Chancen bei nahezu 100 Prozent.»

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Weihnachtswahnwitz
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Eher nass als weiß dürften in einigen Regionen Deutschlands die nächsten Tage ausfallen. Tauwetter und anhaltender Regen lassen dort die Pegel der Flüsse steigen, es droht Hochwasser. In Trier wurde am Montag mit einem gemessenen Pegel von 6,12 Metern die Hochwassermeldegrenze von 600 Zentimetern überschritten, wie ein Sprecher des dortigen Hochwassermeldezentrums sagte. Für die kommenden Tage werde mit einem weiteren moderaten Anstieg gerechnet. «Wir werden die ganze Woche mit dem Hochwasser beschäftigt sein», schätzte der Sprecher. Derweil erreichte der Rhein in Mainz einen Wasserstand von 4,34 Metern. Die Meldehöhe von 5,50 Metern wird nach Einschätzung einer Sprecherin des Hochwassermeldezentrums diese Woche wohl nicht erreicht. Die weitere Entwicklung sei aber stark davon abhängig, ob es weiter regne.

Hochbetrieb auf den Straßen

So ungewiss die Wetteraussichten für Weihnachten sind, so sicher ist den Automobilclubs zufolge mit vollen Straßen zu rechnen. Von Freitag an bis zum Nachmittag des 24. Dezember gehe es auf den Straßen «hoch her», teilte der ACE in Stuttgart mit. Auf den Autobahnen sind die Strecken in Richtung Wintersportgebiete besonders betroffen, hieß es seitens des ADAC.

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So lecker wird Weihnachten
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Hochbetrieb herrscht aber auch die Straßen rund um die Städte, wo die Konsumenten noch auf die schnelle die letzten Weihnachtsgeschenke besorgen wollten. Autofahrer müssten sich «in Geduld üben», teilte der ACE mit. An den Festtagen werde jedoch auf den Straßen Ruhe einkehren. Die zweite Reisewelle folgt jedoch bereits vor Silvester am 28. und 29. Dezember, dabei ist bereits mit Rückreiseverkehr zu rechnen.

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jag/news.de/dapd

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