Kälte kommt wieder Der Winter hält uns in Atem

Wintereinbruch
1000 Worte für Schnee - oder doch nur Mehl?

Wintereinbruch in Deutschland: Nach Schnee und Eis am zweiten Advent ist an der deutschen Wetterfront ein bisschen Ruhe eingekehrt. Bis Mitte der Woche soll es aber wieder deutlich kälter werden.

Nach einem klirrend kalten Wochenende hat sich die Wetterlage im verschneiten Deutschland kurzzeitig wieder entspannt. Die Temperaturen lagen in der Nacht zum Montag teilweise wieder über null Grad, schwere Unfälle aufgrund von Glätte oder Schnee wurden bis zum frühen Montagmorgen nicht gemeldet.

Das etwas mildere Wetter hält jedoch nicht lange an. Schon in der Nacht zum Dienstag soll es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wieder fast überall schneien. Bis Mitte der Woche sei zudem mit zweistelligen Minustemperaturen zu rechnen.

Vor allem im Osten und Süden Deutschlands müssen sich die Menschen in den kommenden Tagen weiter auf winterliches Wetter einstellen. Im Bergland bestehe die Gefahr von Schneeverwehungen, sagte der Meteorologe Thomas Ruppert vom DWD. Für das Erzgebirge und Teile Thüringens warnte der Wetterdienst vor Unwettern, weil dort bei starkem Wind noch im Laufe des Montags 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee erwartet wurden.

Erste Kältetote in Deutschland

Am Wochenende hatten dichtes Schneetreiben und klirrende Kälte vielen Menschen in Deutschland zu Schaffen gemacht. In Großkühnau bei Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) wurde am Samstag eine Frau in einem Park gefunden. Sie sei offenbar erfroren, teilte die Polizei mit. Auch in einem Berliner Hinterhof wurde ein toter Mann gefunden. Die Todesursache war zunächst unklar.

Bei eisigen Temperaturen ist im hessischen Rüsselsheim ein Obdachloser im Schlaf erfroren. Wie die Polizei in Darmstadt am Montag mitteilte, hatte sich der 38-Jährige in der Nacht zum Sonntag direkt vor der Tür eines Wohncontainers mit einem Schlafsack hingelegt. Im Container selbst seien alle Plätze vergeben gewesen. Der Mann habe sonst unter einer Brücke geschlafen. In Mecklenburg-Vorpommern und in Hamburg retteten Helfer zwei Menschen aus der Kälte.

Auf glatten und schneebedeckten Straßen kam es auch zu tödlichen Unfällen. Am Montagmorgen starb ein 54-jähriger Autofahrer auf der Bundesstraße 289 im bayrischen Landkreis Hof, nachdem ein Lastwagen auf schneeglatter Straße in den Gegenverkehr geraten und mit seinem Wagen zusammengeprallt war. Im Osten von Rheinland-Pfalz fuhr ein 38-Jähriger auf der Autobahn 63 mit seinem Pkw auf glatter Fahrbahn auf einen Lastwagen am Stauende auf und starb.

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Deutsche Bahn drosselt Schnellzüge

Schwierigkeiten bereitete das Wetter auch den Reisenden in Deutschland: Am Frankfurter Flughafen wurden allein am Sonntag mehr als 350 Flüge gestrichen, wie der Betreiber Fraport mitteilte. Am Abend und in der Nacht zum Montag beruhigte sich die Lage wieder etwas. «In den letzten Stunden hatten wir nur geringe Beeinträchtigungen», sagte ein Sprecher des Flughafens.

Die Deutsche Bahn drosselte am Sonntag die Geschwindigkeit ihrer Züge für den Fernverkehr auf 200 Stundenkilometer. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, um Betriebsschäden zu verhindern, sagte eine Bahnsprecherin. Auf den deutschen Straßen bleibt es auch in den kommenden Tagen glatt. Autofahrer müssten sich auf Glatteis und Schneeverwehungen einstellen, sagte eine Mitarbeiterin des Deutschen Wetterdienstes.

Was Autofahrer ärgert, freut Wintersportler: Viele hatten am Wochenende das Winterwetter genutzt und stürmten die Pisten vieler Gebirge. Ein Skifahrer aus München starb jedoch am Sonntag in dem österreichischen Wintersportgebiet Saalbach. Bei einem Sturz prallte der 43-Jährige laut Polizei mit Oberkörper und Kopf auf die Piste.

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zij/news.de/dpa/dapd

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Ralf
  • Kommentar 2
  • 11.12.2012 08:05
Antwort auf Kommentar 1

Amen !!

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  • RAGNAROEKR
  • Kommentar 1
  • 10.12.2012 14:25

Rechtzeitig zum Ende der Klimakonferenz kommt der Winter zurück. Wie weise war es, dass die Politik nicht weiter auf klimatisch wirksame Dämpfungsmaßnahmen setzte und die bisherigen Klimaziele nur fortgeschrieben hat. Die Natur, und ein Teil der Natur ist der Treibhauseffekt, dankt den Demokraten für Kohlenstoffdioxidmilde. Hoffentlich müssen die Demokaten nun nicht den Rücktritt von der Klimawende antreten. Der Ruf, Demokraten mögen`s wärmer, darf nie mehr erschallen. Der Gott der Kälte und der Reifriesen möge unsere Lande verheeren. So sei es, jetzt und in alle Ewigkeit.

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