Frost und dicke Flocken Eiszeit in Deutschland

Wintereinbruch
1000 Worte für Schnee - oder doch nur Mehl?

Von Julia Wäschenbach
Alles bibbert. Schneeflocken tanzen hektisch im Wind. Der Winter ist da und überzieht Deutschland mit einer weißen Puderdecke. Wer auf die Straße muss, sollte an diesem Wochenende ganz langsam fahren.

Es ist Zeit für dicke Mäntel, Mützen und Mokka. Der Winter rauscht mit Macht durch Deutschland und hinterlässt schneeweiße Dächer und eisglatte Straßen. «Es wird tiefwinterlich», kündigt Andreas Friedrich, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD), an. «Alles, was an Schnee runterkommt, bleibt bei dem Frost liegen.» Eine Nachricht, die Wintersportler entzücken und Autofahrer in den Wahnsinn treiben wird. Deutschland steht vor einem makellosen Winterwochenende - mit allen Wundern und Tücken.

Denn pünktlich zum zweiten Advent wird es gerade im Norden spiegelglatt, wenn mildere Luft von der Nordsee ins Land strömt und die schneegefrorenen Straßen mit Eisregen glasiert. «Wer nicht raus muss, bleibt am Besten zu Hause», rät Friedrich. Auf jeden Fall sollten sich Autofahrer nur mit Winterreifen vor die Tür wagen: «Wer jetzt noch nicht umgerüstet hat, für den ist es fünf nach zwölf.»

Während es am Samstag in den Alpen schneit und der Osten des Landes kleine Schneeschauer abbekommt, bleibt es im Rest Deutschlands trocken, sagt Fabian Ruhnau, Meteorologe bei Meteomedia. «Es sind zwar Wolken unterwegs, aber zwischendurch viel Sonne.» Wenn die Menschen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen oder Schleswig-Holstein am Sonntag aufwachen, können sie zwar schon neuen Schnee sehen, sagt Ruhnau. Der verwandelt sich im Nordwesten über den Tag aber in Regen.

Pneus wechseln
So klappt's mit den Winterreifen

Für Skifahrer vom Schwarzwald bis zum Alpenrand ist dagegen am Adventssonntag ein wunderschöner Wintertag drin - «mit Dauerfrost, Neuschnee und auch Sonnenschein», sagt DWD-Sprecher Friedrich. Vielerorts drehen sich die Skilifte schon, Loipen sind gespurt und gewalzt. Auf Hessens höchstem Berg, der Wasserkuppe, jagten schon am Freitag auf mehr als 30 Zentimeter Neuschnee Ski- und Snowboardfahrer die Pisten herunter. Sachsens Skigebiete erwarten am Wochenende den großen Ansturm. Auf den Pisten dort liegt ein halber Meter Schnee.

Kälteempfindliche Menschen müssen jetzt die Pudelmütze über den Kopf stülpen und die gefütterten Schuhe aus dem Schrank holen. «Es wird vor allem nachts bitterkalt», sagt Friedrich. Am Samstag gehen die Temperaturen in den Keller - in der Nacht zum Sonntag liegen sie verbreitet unter minus zehn Grad. Die Menschen im Bayerischen Wald sollten ihre Heizung extrahoch drehen. Dort können es minus 20 Grad werden.

Wer im Vorweihnachtsstress am Wochenende noch keine Zeit hat, den Schlitten rauszuholen, den tröstet Friedrich: «Es sieht so aus, dass es nächste Woche winterlich bleibt, Schneefälle bleiben möglich», sagt er. Aber: «Fragen Sie mich bitte nicht nach Weißen Weihnachten!»

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zij/news.de/dpa

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