Belgien statt Kuba Castros Tochter macht in Sexologie

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Jüngster Streich der Sex-Forschung am 13. September 2012: Sexuelle Erregung senkt die Ekelschwelle bei Frauen. (Foto) Zur Fotostrecke

Mariela Castro ist nicht ganz auf Linie. Die Nichte von Kubas Halbgott Fidel macht gemeinsame Sache mit dem kapitalistischen Ausland und gründet im belgischen Gent einen Studiengang für Sexualwissenschaften.

Kuba ist nicht bekannt für seine Offenheit, auch nicht in sexueller Hinsicht. Zu Beginn des Castro-Regimes wurden zum Beispiel Homosexuelle in Lager gesteckt, erst 2010 räumte Fidel ein, dass solche Methoden wohl nicht angemessen waren.

Mariela Castro ist privilegiert, sie ist die Tochter von Staatschef Raúl Castro und damit die Nichte des großen Revolutionsführers Fidel. Und obwohl Mariela sich nicht offen mit ihrem Vater und Onkel anlegt, hat sie ihren eigenen Kopf. Sexuelle Identität und Orientierung sind für sie ein Menschenrecht.

Die inzwischen 50-Jährige ist mit einem Italiener verheiratet und kämpft seit langem für die sexuelle Befreiung in Kuba, für Homo-Ehe und für eine moderne Aids-Politik. Und weil sie privilegiert ist, kann sie etwas bewegen und leitet das Nationale Zentrum für Sexuelle Erziehung.

Vor dem Hintergrund wundert es gar nicht mehr so, dass sie nun auch in Europa als Sexwissenschaftlerin in Erscheinung tritt. Mariela Castro hat nämlich einen Sexologie-Studiengang an der Universität im belgischen Gent eröffnet. Wie die Nachrichtenagentur Belga meldete, sind die Hochschule und die prominente Kubanerin seit mehreren Jahren über gemeinsame Projekte verbunden.

«Mariela Castro ist eine anerkannte und einflussreiche Expertin», sagte Studiengang-Initiator Guy T'Sjoen. In Gent sind bereits sechzehn Studenten für die zweijährige Ausbildung eingeschrieben.

iwi/kls/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Rudergast
  • Kommentar 1
  • 30.09.2012 19:58

Jetzt merke ich worum es wirklich geht! Nicht um Homoehe oder AIDS Prävention, oder ein Ende des USA Embargos. Nein, es geht auch nicht um eine Verwandte der Castros. Die Antwort wurde in diesem Textfeld schon vorgegeben: "Wird es Zeit, dass die Castros in Kuba abtreten?" Das unabhängig vom Staatensystem der Katholizismus auf Cuba als Religion fest verwurzelt ist bringt ein ganz anderes Licht auf Homosexualität und AIDS. Keiner denkt dabei an den Rücktritt oder die Beseitigung der polnischen Regierung, aber Castro stört seit 1959: " ...und das ist auch gut so liebe Genossinnen und Genossen "

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