179. Oktoberfest eröffnet «O'zapft is»

Oktoberfest in München
Auf zur Wiesn!
Wiesnbesucherinnen (Foto) Zur Fotostrecke

Ab sofort heißt es wieder: Hoch die Maß! Das größte Volksfest der Welt, das Münchner Oktoberfest, ist mit zwei Schlägen auf den Zapfhahn des ersten Fasses und dem traditionellen Ruf «O'zapft is» von Oberbürgermeister Christian Ude eröffnet worden. 6,5 Millionen Besucher werden erwartet.

Bei strömendem Regen hat in München das Oktoberfest begonnen. Mit dem traditionellen Ruf «Ozapft is» eröffnete der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) am Samstag das größte Volksfest der Welt. Während Böllerschüsse über die Theresienwiese dröhnten, reichte er Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die erste frisch gezapfte Maß, um mit ihm auf eine friedliche Wiesn anzustoßen.

Erneut brauchte Ude nur zwei Schläge, um den Zapfhahn in das Spundloch zu treiben - er war 2005 der erste OB, der das seit 1950 schaffte. Die Zahl der Schläge ist für einen Münchner OB durchaus ein wichtiges Imagemerkmal. Es ist Udes 20. und vorletzte Wiesn als Oberbürgermeister. Er will 2013 bei der Landtagswahl gegen Seehofer antreten. 2014 wird in München eine neuer Oberbürgermeister gewählt, Ude kann dann aus Altersgründen nicht mehr antreten. Ihn will der neue Wiesn-Chef Dieter Reiter beerben, der derzeit Wirtschaftsreferent ist.

Schon vor der offiziellen Eröffnung waren die Bierzelte prall gefüllt. Seit dem frühen Morgen strömten die ersten Münchner bei kühlem Regenwetter zum Festgelände, die meisten festlich herausgeputzt in Dirndl oder Lederhose. Weil das Bier erst ab zwölf Uhr floss, deckten sich viele Besucher in den Läden und Buden rund um die Theresienwiese ein.

Wiesn 2012
A Mordsgaudi beim Oktoberfest
Video: afp

Während die Menschen draußen mit Regenschirmen und Mänteln Sturmböen und Regengüssen trotzten, ließen sich die Gäste im traditionellen Anzapfzelt Schottenhamel die Stimmung nicht verderben. Ein «Prosit der Gemütlichkeit» schallte aus tausenden Kehlen durch das Zelt, das dem Regen teilweise nicht mehr ganz standhielt: In der Ratsboxe spannten Besucher Schirme auf, um sich vor den Tropfen zu schützen, die durch das Dach fielen.

Die Volksmusikszene war mit Florian Silbereisen, Heino und Hannelore sowie Ralph und Kriemhild Siegel vertreten, zu den politischen Stammgästen beim Anzapfen zählen seit Jahren Claudia Roth (Grüne) und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).

Zwar war bei grauem Schmuddelwetter der Andrang am ersten Wiesntag nicht ganz so groß wie sonst. Die wahren Fans ließen sich jedoch nicht abschrecken. Schon in der Morgendämmerung gegen 6.00 Uhr bildeten sich vor den Bierzelten Trauben von Menschen in Dirndl und Lederhosen, geduldig warten sie stundenlang auf den Einlass. Das Warten und das massive Gedränge brachte einige junge Besucherinnen an die Grenzen ihrer nervlichen Kraft, manche war den Tränen nahe, als sie endlich ins Zelt durften.

Dirndl-Trends 2012
Das perfekte Wiesn-Outfit
Schlicht war gestern - inzwischen dürfen Dirndl auch bunt gemustert und farbenfroh sein. (Foto) Zur Fotostrecke

Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt werden bis zum 7. Oktober auf der Wiesn erwartet. Allein zum ZLF sollen gut 400 000 Besucher kommen. Die Schau der Bauern sei ein Brückenschlag zwischen Stadt und dem Land, hat Ude mehrfach gesagt.

Im vergangenen Jahr kamen rund 6,9 Millionen Menschen zum Oktoberfest, sie tranken 7,5 Millionen Maß Bier und verspeisten eine halbe Million Brathendl plus 70.000 Schweinshaxen und 200 Ochsen und Kälber.

Wiesn-Besuch 2013
Die Bayern auf dem Oktoberfest
Dante (Foto) Zur Fotostrecke


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boi/news.de/dpa

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Crest
  • Kommentar 2
  • 23.09.2012 15:28

Wie wäre es denn einmal mit einem Oktoberfest in Mekka? Ohne Alkohol und Schweinshaxn, versteht sich; ist schließlich im Islam verboten. Aber sonst? Da könnten doch die Muslime selbst ein positives Zeichen setzen. Die Zahl ihrer Selbstmordattentäter könnte dadurch deutlich reduziert werden, wenn die jungen jungfrau- und jenseitssüchtigen Burschen nicht immer nur Frauen in schwarzen Ganzkörperverkleidungen sehen müssten, sondern schon zu Lebzeiten einen Blick auf attraktive Frauen in feschen farbenfrohen Dirndln werfen dürften. Doch man gönnt ihnen einfach nichts im Islam. Schade eigentlich.

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  • zombie1969
  • Kommentar 1
  • 23.09.2012 12:40

Einige Feiern schöne Hochzeiten, andere feiern am Oktoberfest, wieder andere feiern fröhlichen Geburtstag. Dann gibts noch andere, offenbar sehr Bildungsferne und Unbeholfene, die schlagen sich die Köpfe ein wegen einem Mohammed-Video. Über Letztere darf allerdings schallend gelacht werden... mindestens!

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