Aktion pro Zwitter Japaner serviert Gästen seine Genitalien

Lebensmittelskandale
Essen zum Ekeln
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Er ließ sich Hoden und Penis amputieren, verarbeitete sie in einem leckeren Mahl und servierte es 71 zahlenden Gästen: Ein Japaner steht vor Gericht, weil er seine Genitalien verfütterte. Dabei opferte er diese, um durch seine Aktion auf das Leiden von Zwittern aufmerksam zu machen.

Sich selbst bezeichnet der 23-jährige Japaner als asexuell, auf seine Genitalien konnte er deshalb wohl leichter verzichten als andere. Um für die gesellschaftliche Akzeptanz von Asexuellen und Intersexuellen zu werben, die gemeinhin als Zwitter bezeichnet werden, integrierte er seine besten Stücke in ein Abendessen. 71 Gästen wurde es im Mai in einem Tokioter Musikclub kredenzt, wie unter anderem Welt Online berichtet.

Die Gäste wussten von nichts und zahlten demnach fast 200 Euro fürs Essen. Erst durch eine E-Mail des Kochs an die Nachrichtenagentur afp wurden die Zutaten bekannt. Die Genitalien seien im März amputiert worden und seitdem eingefroren, also keimfrei gewesen, betonte der junge Mann. Dennoch ist er nun von der Staatsanwaltschaft wegen «unzüchtiger Entblößung» angeklagt, auch drei Komplizen müssen vor Gericht. Es droht eine Geldstrafe oder bis zu zwei Jahre Freiheitsentzug.

Intersexuelle werden meistens gleich nach ihrer Geburt zu einem Geschlecht umoperiert, das heißt, ein Teil ihrer Genitalien wird ihnen amputiert. Sie müssen dann ein Leben lang Hormone schlucken, viele tragen unheilbare körperliche und seelische Schäden davon. Auch in Deutschland kämpfen Organisationen wie zwischengeschlecht.org gegen diese Operationen und für die Anerkennung eines dritten Geschlechts.

«Sushi in Suhl»
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iwi/zij/news.de

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