Flughafen Köln-Bonn Elf Verletzte durch Rauch in einer Boeing

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Großeinsatz am Flughafen Köln-Bonn: Nach der Landung hatte sich in einem Passagierflugzeug starker Rauch entwickelt. Elf Verletzte mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Offenbar hatte ein defektes Ventil zu dem Zwischenfall geführt.

Auf dem Köln-Bonner Flughafen sind mehrere Menschen verletzt worden, nachdem sich in einem Flugzeug des Typs Boeing 737-800 kurz nach der Landung starker Rauch ausgebreitet hatte. Elf Menschen wurden am Montag verletzt, vier davon schwer, teilte die Kölner Feuerwehr mit. Sie erlitten eine Rauchgasvergiftung. In Lebensgefahr schwebe niemand. Feuerwehr und Polizei hatten einen Großalarm ausgelöst. Etwa 40 Rettungskräfte, darunter mehrere Notärzte, waren im Einsatz.

Wie es zu der Rauchentwicklung kam, war zunächst unklar. Später stellte sich heraus, dass ein Rückschlagventil innerhalb der Hydraulik defekt gewesen war. Das sagte der Sprecher von XL-Airways, Herbert Euler, am Tag nach dem Zwischenfall der Nachrichtenagentur dapd. Beim Bremsvorgang nach der Landung sei dann verdampfte Hydraulikflüssigkeit in die Kabine gelangt. Von Rauch könne nicht die Rede sein. Es sei lediglich Dampf gewesen. Der Fehler sollte noch am Dienstag behoben werden.

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Insgesamt waren nach Angaben des Feuerwehrsprechers 193 Menschen an Bord der Maschine. Bei den Passagieren handelte es sich überwiegend um türkische Staatsangehörige. Das Flugzeug der Linie XL-Airways war in Hannover gestartet und sollte nach dem planmäßigen Zwischenstopp in Köln-Bonn weiter in die Türkei fliegen.

«Alle Passagiere konnten das Flugzeug eigenständig verlassen», sagte der Feuerwehrsprecher. Die Verletzten wurden direkt neben dem Flugzeug behandelt und anschließend in Krankenhäuser gefahren. Die restlichen Fluggäste seien mit Bussen in ein Betreuungszentrum des Airports gebracht worden, sagte ein Flughafensprecher.

zij/news.de/dpa/dapd

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