Neil Armstrong ist tot Sein Fußabdruck für die Menschheit

Neil Armstrong
Der Mondpionier ist tot
Video: afp

Er hinterließ als erster Mensch einen Fußabdruck auf einem anderen Planeten: Der Astronaut Neil Armstrong ist tot. Der erste Mann, der den Mond betrat, starb am Samstagnachmittag (Ortszeit) im Alter von 82 Jahren in den USA.

«Wir sind untröstlich, mitteilen zu müssen, dass Neil Armstrong an den Folgen eines Herzeingriffs gestorben ist», so seine Familie in einer Erklärung. Armstrong hatte sich am 7. August 2012, nur zwei Tage nach seinem Geburtstag einer Bypass-Operation unterzogen. Politiker und Forscher zeigten sich tief bewegt vom Tod des Astronauten.

Die Bundesregierung äußerte in einer Mitteilung ihre Trauer «mit dem ganzen amerikanischen Volk um diesen Raumfahrtpionier, der in der Entdeckergeschichte der Menschheit auf einer Stufe mit Christopher Columbus steht». Armstrongs Worte auf dem Mond würden ewig im Gedächtnis der Menschheit bleiben, schrieb der Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze (CDU), weiter.

Die Nasa zeigte sich betroffen über den Verlust «eines Freundes, Kollegen und wahren amerikanischen Helden». Nasa-Chef Charles Bolden versicherte, dass der Astronaut für immer in den Geschichtsbüchern zu finden sein werde. «Indem wir diese nächste Ära der Forschung betreten, stehen wir auf den Schultern von Neil Armstrong.»

Auch US-Präsident Barack Obama reagierte in einer Erklärung tief betroffen. «Neil war einer der größten amerikanischen Helden - nicht nur zu seiner Zeit, sondern für alle Zeiten», so Obama in Washington. «Als er und seine Crew 1969 mit der Apollo 11 gestartet sind, nahmen sie die Sehnsucht einer ganzen Nation mit.»

Der designierte republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney bekundete ebenfalls seine Trauer. Armstrong sei «ein wahrer Held», erklärte Romney während einer Wahlkampftour.

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Mit Apollo 11 zum Mond

Der amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta honorierte Armstrong als Pionier. Er habe «Generationen von Amerikanern inspiriert, daran zu glauben, dass wir als Nation durch Entschlossenheit, Ausdauer und harte Arbeit Großes erreichen können» so Panetta. Auch nach Armstrongs Tod werde dessen «Seele und Erbe des amerikanischen Erfolges und nationalen Stolzes für immer weiterleben», schrieb der Verteidigungsminister.

Armstrongs Familie in Cincinatti, im Bundesstaat Ohio, hatte für diejenigen, die Armstrong ehren wollen, eine einfache Bitte: «Ehren Sie seinen beispielhaften Dienst, seine Leistung und Bescheidenheit, und wenn Sie das nächste Mal in einer klaren Nacht nach draußen gehen und der Mond zu Ihnen runter lacht, denken Sie an Neil Armstrong und zwinkern Sie ihm zu,» hieß es in der Erklärung der Familie.

Armstrong leitete die Mondlandungsmission von «Apollo 11» und steuerte auch die kleine Mondlandefähre «Eagle». Am 21. Juli 1969 betrat Armstrong als erster Mensch die Mondoberfläche und sprach die legendären Worte: «Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit.»

Gut 500 Millionen Neugierige in allen Erdteilen saßen vor ihren Fernsehapparaten und verfolgten, wie der 38 Jahre alte Weltraumpionier nahezu 400 000 Kilometer von der Erde entfernt seinen linken Fuß in die wüstenähnliche Landschaft des Mondes setzte. Zusammen mit Astronaut Edwin «Buzz» Aldrin spazierte Armstrong drei Stunden lang auf dem Mond.

Neil Alden Armstrong wurde am 5. August 1930 in Wapakoneta im US- Bundesstaat Ohio geboren. Seinen ersten Flug erlebte er im damals ungewöhnlich jungen Alter von sechs Jahren. Den Pilotenschein hatte Armstrong mit 16 Jahren eher in der Tasche als die Fahrerlaubnis. Armstrong diente im Korea-Krieg als Kampfflieger und arbeitete später als Testpilot. Erst beim dritten Anlauf wurde er im September 1962 der Öffentlichkeit als künftiger Raumfahrer der US- Weltraumbehörde NASA vorgestellt. Seinen ersten Raumflug absolvierte Armstrong am 12. März 1966 als Kommandant der US-Raumfähre «Gemini 9».

Drei Jahre später ging ein Traum in Erfüllung. Er landete auf dem Mond. Gemeinsam mit Astronaut Edwin Aldrin sammelte er Mondgestein und machte historische Aufnahmen. Nach dem Ausscheiden aus der NASA lehrte Armstrong von 1971 bis 1979 als Professor für Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Cincinnati (Ohio).

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boi/news.de/dpa

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Peter
  • Kommentar 2
  • 27.08.2012 16:45

Ich dachte immer es wäre ein Schuhabdruck gewesen.

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  • Ernst Huber
  • Kommentar 1
  • 26.08.2012 12:49

Ich bin traurig.Es erinnert mich sehr an diese Nacht als der Mond von Amerika Besuch bekam.Ich arbeitete bei der Fa ( Westinghouse)die die Kamera der Astronauten herstellte.Ich werde die Cigarren die wir an diesem Morgen rauchten nie vergessen.Es war ein Höhepunkt in meinem Leben.

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