Beteiligung an zehn Morden NSU-Braut Zschäpe soll angeklagt werden

NSU
Die Geschichte einer beispiellosen Terrorserie

Einem Medienbericht zufolge soll die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe auch wegen der Beteiligung an den zehn Morden, die die Zwickauer Terrorzelle verübt hat, angeklagt werden.

Die Bundesanwaltschaft will die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe laut einem Bericht von Süddeutsche.de wegen Beteiligung an zehn Morden der Zwickauer Terrorzelle anklagen. Das gehe aus dem Antrag der Bundesanwaltschaft auf Fortsetzung der Untersuchungshaft hervor, berichtete die Zeitung. Außerdem werde der 37-Jährigen eine Beteiligung an 14 Banküberfällen der Gruppe, die sich den Namen Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) gegeben hatte, vorgeworfen.

Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft kommentierte den Bericht am Samstag nicht. «Welche Vorwürfe der Generalbundesanwalt der Beschuldigten Zschäpe in der Anklageschrift zur Last legen wird, kann abschließend erst nach dem Abschluss der Ermittlungen - der deutlich vor Ablauf der nächsten drei Monate angestrebt wird - beurteilt werden», sagte sie.

Bislang wurden Zschäpe lediglich Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und schwere Brandstiftung vorgeworfen. Die Bundesanwaltschaft hatte zuletzt mitgeteilt, im Herbst Anklage gegen die mutmaßliche Terroristin erheben zu wollen.

Die Zwickauer Terrorzelle aus den Jenaer Neonazis Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Zschäpe soll für zehn Morde - an neun Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie an einer Polizistin - verantwortlich sein. Im vergangenen November war die Gruppe nach einem Banküberfall im thüringischen Eisenach aufgeflogen. Mundlos und Böhnhardt sind tot.

Verfassungsschutz
Komplett versagt
Video: mik/news.de

Zschäpe wurde lange als die stille Frau im Hintergrund der NSU gesehen. Die gelernte Gärtnerin wuchs alleine bei ihrer Mutter auf. Sie soll zunächst eine Beziehung mit Mundlos, dann mit Böhnhardt gehabt haben. 1998 tauchte sie mit den beiden unter. Nach dem Tod ihrer beiden Komplizen zündete sie die gemeinsame Wohnung an. Ein paar Tage später stellte sie sich der Polizei.

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rut/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • dutch
  • Kommentar 1
  • 19.08.2012 01:24

Wer so dumm ist die gleiche Tatwaffe zu benutzen, kann nicht so clever sein jahrelang alle Verfolgungsapparate zu foppen.Ein Anwalt mit Verbindungen zu den Staatsorganen wie beim Bubackkilling , ist in diesen Fall und für diese Frau kontraproduktiv.....Möge dem Richter die Lampe angehen.

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