Forschung kurios Wenn das beste Stück im Schlitz festklemmt

Wenn das beste Stück im Reißverschluss klemmt, wird es schmerzhaft. (Foto)
Wenn das beste Stück im Reißverschluss klemmt, wird es schmerzhaft. Bild: iStockphoto

Von news.de-Redakteurin Annika Einsle
Wenn der Reißverschluss im Schritt zwickt, kann das böse enden. Aber eine indische Studie schafft Abhilfe. Skurril? Ja, aber längst nicht die einzige ihrer Art, wie ein neues Buch von Gunther Müller zeigt. News.de hat darin geschmökert und eine Top Ten-Liste erstellt.

Zugegeben: Einen Nobelpreis werden diese Forscher für ihre Arbeiten nicht bekommen. Aber dafür gebührt ihnen die Ehre in der Rubrik «abgedrehte, witzige Wissenschaft», die der Sozialpsychologe Gunther Müller jetzt in seinem Buch Fette Vögel gehen öfter fremd erstellt hat. Und falls es auf der nächsten Party mal langweilig sein sollte, dann lässt sich mit den folgenden Geschichten Marke «unnützes Wissen» sicher für ein wenig Erheiterung sorgen.

Platz 10: Riechen wir beim Schwitzen unter beiden Armen gleich?

Diese verrückte Frage stellten sich drei Wissenschaftler im Jahr 2009 in einer Studie. Was total wahnwitzig klang, war an harte Konventionen gebunden: Zwei Tage vor dem Test kein Alkohol, kein Sex, kein Sport, kein Knoblauch, kein Spargel oder andere geruchsintensivierende Dinge. Dann schließlich bekamen 40 weibliche Testerinnen die Wattepads von Männern vorgesetzt, die diese 24 Stunden lang unter ihren Achseln getragen hatten. Das Ergebnis: Es gibt keinen Unterschied zwischen linken und rechtem Arm. Schade eigentlich bei einem solchen Testaufwand.

Platz 9: Bärtige Männer sind wandelnde Infektionsherde

Skurrile Wissenschaft gibt es nicht erst seit Neuestem. Das beweist diese Studie aus dem Jahr 1967, die sich mit dem mikroorganischen Leben in männlichen Bärten befasst. Erschreckende Erkenntnis: Männer mit Bart sind wandelnde Infektionsherde. Selbst eine gewissenhafte Bartpflege schreckte die Keime und Bakterien, die den Testobjekten aufgesprüht wurden, nicht ab. Beim nächsten Date empfiehlt sich also, zunächst einmal einen Blick ins Gesicht des Gegenübers werfen.

Platz 8: Bienen bekommen Gefühle, wenn man sie schüttelt

Haben Insekten Gefühle? Ungewöhnliche Frage, die jedoch eine überraschend eindeutige Antwort liefert: Ja, haben sie. So sagt es eine Studie aus dem Jahr 2011, bei der Forscher Bienen süße und bittere Gerüche anboten und hinterher einen Teil der Gruppe schüttelte, um einen Raubtierangriff zu simulieren. Die geschüttelten Bienen reagierten hinterher depressiv-pessimistisch auf die Geruchslösungen, die anderen ganz normal. Was die Wissenschaftler uns damit sagen wollen: Bienen haben sehr wohl Gefühle, und das trotz simpelster Hirnform.

Platz 7: Kuhfladen schmecken nach Vanille

Da soll noch mal einer sagen, Wissenschaftler wären langweilig. Ein paar ganz exotische Exemplare gibt es auch unter ihnen. So wie die vier Japaner, die 2008 eine Methode entwickelten, wie sich Vanilleduft und -geschmack, kurz Vanillin, aus Kuhmist herstellen lässt. Ein Gramm Kot ergeben 50 Mikrogramm Vanillin, das wissen wir nun. Wie dies genau vonstatten geht, ist bisher nicht geklärt. Eine weitere Erkenntnis gibt es aber noch: Auch Rinder-, Ziegen-, Pferde- und Tigerkot enthalten die leckeren Duftstoffe, die Kuchen, Eis und Co. das gewisse Extra geben. Ob wir das allerdings wissen wollten? Beim nächsten Besuch der Eisdiele wird es jedenfalls kein Vanilleeis.

Platz 6: Hühner stehen auf schöne Menschen

Statt Heidi Klum und der beiden Thomasse eine Schar Hühner in der Jury von Germany's Next Topmodel? Einen großen Unterschied würde das wohl nicht geben, könnte man nach der Lektüre einer wissenschaftlichen Arbeit aus dem Jahr 2001 meinen. Die besagt nämlich: Schönheit lässt sich auch über die eigene Spezies hinweg erkennen. Zum Beweis orderten die Wissenschaftler sechs Hühner und 14 Studenten, denen sie Bilder von Menschen zeigten. Das verblüffende Ergebnis: Huhn und Mensch waren sich, was die Schönheit der jeweils gezeigten Gesichter, fast immer einig. Sie haben also ähnliche Schönheitsideale. Ob das auch umgekehrt funktioniert, wenn uns Bilder von Hühnern gezeigt werden? Wer weiß, vielleicht wird es auch dazu irgendwann mal eine Studie geben.

Platz 5: Fette Vögel gehen öfter fremd

Ein bisschen Speck auf der Hüfte belebt das Sexleben von Vögeln - zumindest von denen der Gattung Gartengrasmücke. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie aus dem Jahr 2011. Ein Forscherteam versah 20 fette und 10 magere Vögel mit einem Peilsender, um deren Flugaktivität zu verfolgen. Und siehe da: Nicht, wie erwartet, die hageren Piepmätze waren die aktiven, sondern ihre fülligeren Zeitgenossen. Die zweite Entdeckung, die die Forscher machten, war aber noch viel interessanter: Denn nicht nur deren Flugaktivität war größer, sondern auch die Aktivität in Sachen Sex. Die dicken Vögel zogen viel schneller weiter und hatten auch ständig wechselnde Partner, während die dünnen längere Verschnaufpausen brauchten, um ihre Reserven wieder aufzufüllen.

Platz 4: Sperma ist ein natürliches Antidepressivum

Sex macht glücklich und beugt Selbstmord vor. Aber nur dann, wenn dabei kein Kondom verwendet wird. So in etwa lässt sich die Studie dreier Wissenschaftler aus dem Jahr 2002 zusammenfassen. Sie befragten 300 Studentinnen nach ihrem Sexualleben und ihrer Stimmungslage und konnten hinterher ziemlich eindeutig schlussfolgern: Frauen, die beim Schäferstündchen kein Kondom verwenden, haben seltener Depressionen. Sperma kann damit als natürliches Antidepressivum gesehen werden.

Platz 3: Fische furzen, um zu kommunizieren

Im Jahr 2011 untersuchte tatsächlich eine Studie, ob Fische durch Furze kommunizieren. Das erstaunlich Ergebnis: Sie tun es! Da Heringe, die Probanden der Studie, ein ausgezeichnetes Gehör haben, können sie über ihre Darmwinde eine Art Kurznachricht versenden, um Schwärme zu bilden. Morsezeichen unter Wasser sozusagen. Und die versenden sie vor allem in der Dunkelheit. Allerdings handelt es sich bei den Fischfurzen nicht um Verdauungsgase, sondern um Luft von der Oberfläche. Wieder etwas gelernt. Wozu Wissenschaft doch gut sein kann...

Platz 2: Frauen mit geschmeidigem Gang kommen besser zum Orgasmus

Sexualität beschäftigt die Wissenschaftler immer wieder. 2008 sogar in ganz besonderem Maße: Belgische Wissenschaftler wollten wissen, ob sich am Schritt einer Frau auf deren Orgasmen schließen lässt. Dafür wurden mehrere Frauen auf den Laufsteg geschickt und die Wissenschaftler sollten beurteilen, ob die Frau vaginale Orgasmen hat oder nicht. Kriterien waren die Freiheit, Flüssigkeit, Energie und Sinnlichkeit des Ganges. Und siehe da: Die Wissenschaftler lagen fast immer richtig mit ihrer Einschätzung. Es ließ sich tatsächlich ein Muster erkennen: Frauen, die ihr Becken und ihre Wirbelsäule beim Gehen stärker rotieren lassen, haben auch mehr Erfolg beim sexuellen Höhepunkt. Ob allerdings der Schritt die Orgasmustätigkeit beeinflusst oder umgekehrt, das fanden die Forscher nicht heraus.

Platz 1: Wie sich eingeklemmte Penisvorhaut traumafrei aus dem Reißverschluss befreien lässt

Ja, es gibt tatsächlich eine Studie, die sich damit beschäftigt, wie sich eine eingeklemmte Penisvorhaut möglichst schmerzfrei aus dem Reißverschluss befreien lässt. 2006 beschäftigte sich ein indischer Mediziner mit diesem Phänomen und erstellte in einer nicht repräsentativen Studie mit drei Kindern eine Lösung des Problems.

Noch mehr durchgeknallte Forschung gibt es in unserer Bilderstrecke.

Kuriose Wissenschaft
So schräg kann Forschung sein

Lesetipp: Fette Vögel gehen öfter fremd, Gunther Müller, 206 Seiten, Bastei Lübbe Verlag, 8,99 Euro.

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beu/news.de

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • DerHase
  • Kommentar 2
  • 20.08.2012 15:14

Viel besser ist es das Wort "BlöDmann" falsch zu schreiben ^^

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  • fischlein
  • Kommentar 1
  • 19.08.2012 20:41

der Blötmann ist doch selber schuld,wenn er keinen Slip trägt und sich deshalb den Schniedelwurz einklemmt.

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