Grausame Bluttat 27-Jähriger ersticht Kind seiner Freundin

Drama in der Familie
Wenn alle Sicherungen durchbrennen
Am 22. August 2012 tötet ein 69-jähriger Mann in Berlin-Gatow seine 28-jährige Ehefrau und die zwei Söhne, drei und sechs Jahre alt. (Foto) Zur Fotostrecke

Ein achtjähriger Junge ist in Oberhausen offenbar vom Freund seiner Mutter erstochen worden. Gegen Mitternacht geisterte der 27-jährige Mann mit einem Messer durch die Wohnung und ging auf den Jungen los.

Ein möglicherweise psychisch gestörter Mann soll den Sohn seiner Freundin in Oberhausen erstochen haben. Der 27-Jährige wurde festgenommen, das Motiv ist noch unklar, teilte die Polizei mit. Er konnte bisher nicht vernommen werden, weil er sich selbst schwer verletzt hatte und mehrere Stunden in ein künstliches Koma versetzt werden musste.

Die Verletzungen sind den Angaben zufolge nicht lebensgefährlich, er hat aber viel Blut verloren, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Polizei wollte ihn im Laufe des Tages vernehmen. Die Obduktion ergab, dass der achtjährige Junge durch Messerstiche starb.

Die Mutter war in der vergangenen Nacht wach geworden, weil ihr Freund mit einem Messer unruhig in ihrer Wohnung umherlief. Wegen der Geräusche wachte auch der Sohn der Frau auf. Daraufhin eilte der mutmaßliche Täter der Polizei zufolge in das Kinderzimmer und stach mit dem Messer auf das Kind ein.

Mutter rennt mit blutendem Jungen auf die Straße

Der Achtjährige erlitt schwere Verletzungen. Die Mutter nahm den Jungen daraufhin und rannte mit ihm auf die Straße. Passanten informierten Polizei und Rettungsdienst. Beamte konnten das Kind zunächst wiederbeleben, es starb aber später im Krankenhaus.

Annegret Sante, eine Zeugin aus der Nachbarschaft, hörte die verzweifelten Schreie der Mutter. «Ich hörte die Mutter rufen: ‹Hilfe, hilfe, mein Kind! Ruf' einer die Polizei, der verblutet!›», sagte die Frau. Ein Augenzeuge berichtete, das gesamte Treppenhaus sei voller Blut, die Blutspur ziehe sich quer über die Straße in der Oberhausener Innenstadt.

Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter in der Wohnung fest. In der Vergangenheit sei er bereits als psychisch gestört auffällig geworden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Demnach nahm der Mann Medikamente gegen Depressionen. Er war seit einem halben Jahr mit der Mutter des Kindes zusammen und lebte der Sprecherin zufolge in «völlig normalen Verhältnissen».

Der Mann wohnte nicht mit der 28-Jährigen zusammen. Wie die Sprecherin weiter sagte, ist er bislang nicht mit Gewaltdelikten aufgefallen. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt. Der 27-Jährige soll am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden, sofern er bis dahin vernommen werden konnte.

iwi/news.de/dapd

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig