Schweiz Lehrer sollen Schülern Pornos zeigen

Markus Theunert wurde als erster Männerbeauftragter der Eidgenossen auserkoren. Doch kurz nach Amtsantritt fiel dem 39-Jährigen eine ältere Forderung seines Männervereins auf die Füße: Lehrer sollten Jugendlichen zu pädagogischen Zielen Pornos zeigen dürfen. Nach drei Wochen im Amt war schon Schluss.

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Markus Theunerts Amtszeit als erster Männerbeauftragter für die Eidgenossen war rekordverdächtig kurz. Nach nur drei Wochen nahm Theunert am Dienstag seinen Hut. Dabei fing alles so gut an. Im Kanton Zürich trat der Präsident des Männerdachverbands männer.ch am 1. Juli seinen Job an. Sein Ziel: Die Rechte von Vätern und Männern in der eidgenössischen Gesellschaft zu stärken.

Doch nach einigen Tagen recherchierten Journalisten der Neuen Zürcher Zeitung und von 20 Minuten genauer in den Stellungnahmen des Männerdachverbands - und fanden eine Passage aus dem Herbst des vergangenen Jahres, die nun für Wirbel sorgte. Darin forderte der Verband, dass Lehrer auch Schülern unter 16 Jahren zu pädagogischen Zwecken Pornos zeigen dürfen - dies aber nur, wenn dabei das Selbstbestimmungsrecht des Kindes gewahrt bleibe. Wer nicht gucken wolle, müsse auch nicht.

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Wer den unter 16-Jährigen Pornos zeigt, macht sich in der Schweiz bisher strafbar. Allerdings würden Untersuchungen zeigen, dass viele Schüler unter 16 Jahren bereits Pornos konsumiert hätten, so der Verband. Das Strafgesetzbuch würde aber eine entsprechende Aufklärungsarbeit verhindern und müsse deshalb geändert werden. Nach einer Welle der Empörung war der Druck auf Theunert zu groß. Weil er nicht vom Amt des Präsidenten des Männerdachverbands zurücktreten wollte, zog er die Reißleine - und verzichtete auf den Job als Männerbeauftragter.

jag/zij/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • RMFCGN
  • Kommentar 1
  • 27.07.2012 09:09

Nichts!!! 16 a sind die untere Grenzschwelle f. sex. Aktivitäten jegl. Art f. pubertierende Jugendl. m.a. also auch f. vmtl. Aufklärung durch Erwachsene, die keine Päderasten sein sollten, wohlwissend das d. Geschlechtsreife i.d. Regel m. 12 a schon immer eintrat. Pädagogik hat hier 1 besondere Verantwrtg. RMF

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