Tragödie in Ilsede Vater gesteht Mord an seinen vier Kindern

Sie sind alle tot: Pia, Noah, Lean und Lio wurden von ihrem Vater umgebracht. (Foto)
Sie sind alle tot: Pia, Noah, Lean und Lio wurden von ihrem Vater umgebracht. Bild: dapd

Von André Klohn
Zwischen fünf und zwölf Jahren waren sie alt, allen wurde die Kehle durchgeschnitten. Jetzt hat der Vater den Mord an seinen vier Kindern gestanden. Das schreckliche Verbrechen im niedersächsischen Ilsede geschah, als die Mutter im Urlaub war.

Er soll dem Mädchen und den drei Jungen die Kehle durchgeschnitten haben: Der Vater der vier getöteten Kinder aus dem niedersächsischen Ilsede (Landkreis Peine) hat ein Geständnis abgelegt.

«Der 36-Jährige wollte unbedingt aussagen und die Vernehmung hat insgesamt sechs Stunden gedauert», sagte der Hildesheimer Oberstaatsanwalt Bernd Seemann der Peiner Allgemeinen Zeitung. Er habe ein umfassendes Geständnis abgelegt. Nun werde ein Gutachten erstellt und die Anklage vorbereitet. Bis zur Gerichtsverhandlung dauere es voraussichtlich etwa zwei Monate.

Laut Obduktion waren der zwölfjährigen Tochter sowie ihren neun, sieben und fünf Jahre alten Brüdern die Kehlen durchschnitten worden. Betäubt wurden die Kinder vor der Tat offenbar nicht. Nach Angaben der Polizei hatte die Obduktion der Leichen keine Hinweise auf verabreichte Medikamente oder Schlafmittel ergeben.

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Die Mutter war im Urlaub

Im Fall des Mädchens gehen die Ermittler nach einem Medienbericht von Totschlag aus, weil es sich gewehrt habe. Bei den Söhnen wirft die Staatsanwaltschaft dem Vater Mord vor. Der Mann hatte nach der Tat versucht, sich umzubringen und lag zwischenzeitlich im künstlichen Koma. Die Mutter der vier Kinder war zur Tatzeit im Urlaub. Die 34-Jährige will laut der Zeitung nicht aussagen.

Als Ursache für die Tat nehmen die Ermittler Beziehungsprobleme an. Weil die Staatsanwaltschaft Hildesheim von einer erheblich verminderten Schuldfähigkeit des Mannes ausgeht, wurde der Haftbefehl gegen den 36 Jahre alten Vater in einen sogenannten Unterbringungsbefehl für die Psychiatrie umgewandelt. Seemann zufolge geht es ihm «gesundheitlich so gut, dass die lange Vernehmung kein Problem für ihn war».

Nach der Familientragödie in Ilsede hatten Ende Juni rund 550 Menschen der vier getöteten Kinder gedacht. Auch die Mutter und die engsten Angehörigen der Geschwister waren unter den Trauergästen. Fotos von Pia, Noah, Lean und Lio waren in der Kirche vor dem Altar platziert.

iwi/news.de/dapd

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • putinfanatiker
  • Kommentar 2
  • 22.07.2012 06:12
Antwort auf Kommentar 1

Ab mit diesen Typen nach Sibieren in den Knast da bekommt er 100%ig was er verdient, die da sitzen die warten schon auf solche Geisteskranken denn da hat dieser Typ Tag und Nacht keine Ruhe und nichts zu LACHEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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  • hacke20260
  • Kommentar 1
  • 22.07.2012 00:41

... wundert mich gar nicht. Die Kinderfeindlichkeit in Deutschland ist schon extrem. Ich kenne einen Fall, da dreht ein Grossvater seinen beiden Enkelkindern das Geld ab. Und alle schauen zu. Polizei, Staatsanwaltschaft, da macht doch keiner was. Erst wenn die Kinder tot sind, ei dann werden die Bilder aufgestellt und es wird ermittelt. Wie kann ein Vater grundlos 4 Kinder ermorden, da muss es eine lange Vorgeschichte geben ...

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