Nachmieterin gefunden WG-Zimmer in leerer Schlecker-Filiale

In ganz Deutschland stehen jetzt Schlecker-Filialen leer. Eine Bremer Kunststudentin konnte das nicht mit ansehen und zog ein. Mitten in dem ausgeräumten Laden baute sie ihr WG-Zimmer auf - und man darf sie besuchen.

Auch leere Schlecker-Filialen können noch für etwas gut sein. Zum Beispiel für Kunst. Bild: dpa

Die Regale sind raus und in den Schlecker-Filialen ist jetzt endlich Platz. Für die Kunststudentin Eva Merz kam die Pleite der Drogeriekette scheinbar wie gerufen. So konnte sie ihr WG-Zimmer in einer Bremer Filiale einquartieren und ein bisschen Distanz zu sich und ihrem bisherigen Leben gewinnen, berichtet die Nordwest-Zeitung (NWZ).

Das ganze ist ein Kunstprojekt und die Abschlussarbeit der Ottersberger Studentin. Mitten im Laden hat sie aus Euro-Paletten einen Holzverschlag gezimmert, in dessen Innerem sich auf zehn Quadratmetern Eva Merz' Leben konzentriert. Bett, Schreibtisch, Zimmerpflanze, Ansichtskarten an der Wand.

Seit zwei Wochen dürfen Wildfremde bei Eva Merz im WG-Zimmer vorbei- und in ihr Leben hineinschauen. Heute bis 19 Uhr ist die letzte Chance, in der Föhrenstraße 45, Bremen-Hastedt.

FOTOS: Schlecker-Misere Ein Weg voller Missverständnisse
zurück Weiter Schlecker wird ausrangiert: Der Gläubigerausschuss hat bei einer Sitzung am 1. Juni 2012 in Berlin das Aus der Drogeriekette beschlossen. (Foto) Foto: dpa/Martin Gerten Kamera

iwi/news.de

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1 Kommentare
  • Anja

    22.07.2012 13:31

    Kunst ist wunderbar, aber was dem Menschen manchmal präsentiert wird ist nicht mehr auszuhalten. So wurde ein Dreckhaufen (Kunst) in Frankfurt von der Stadt entsorgt, oder Putzfrauen reinigten eine Badewanne. Die schmutzige Badewanne war aber Kunst. Verschont uns liebe Künstler von eure Ideen!!!!!!!!

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