Jeder Fünfte lebt allein Deutschland, Land der Singles

Bohlen, Menowin & Co.
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Fast 16 Millionen Deutsche wohnen allein - Tendenz steigend. Der Anteil der Alleinlebenden hat mit 19,6 Prozent einen neuen Höchststand erreicht. Die höchste Quote haben Hannover, Berlin und Leipzig.

Das seien 4,5 Millionen mehr als vor 20 Jahren, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamts, Roderich Egeler, am Mittwoch in Berlin. Vor allem in Großstädten gibt es viele Ein-Personen-Haushalte. Das bedeutet allerdings nicht, dass alle diese Menschen Singles sind.

«Durchaus möglich ist dabei, dass die alleinlebende Person einen Lebenspartner beziehungsweise eine Lebenspartnerin oder Kinder hat, die in einem anderen Haushalt wohnen», erläuterte Egeler. Grundlage der Zahlen ist die jährliche Haushaltsbefragung des Amtes.

Fast ein Viertel der 18- bis 34-Jährigen lebt demnach allein. «Der Zeitpunkt, wo Paare zusammenziehen, hat sich im Lebenslauf ein bisschen nach hinten verschoben», erklärte die Soziologin Michaela Kreyenfeld vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock.

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Sie wies darauf hin, dass Menschen meist nur phasenweise allein lebten - zum Beispiel nach dem Auszug aus dem Elternhaus oder nach einer Trennung. Zudem erfasse die Statistik Beziehungen mit getrennten Wohnungen nicht. «Man kann auf Basis dieser Daten nicht zu dem Schluss kommen, dass ein großer Anteil an Personen dauerhaft allein lebt.»

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