Weltgrößtes Krokodil «Lolong» kriecht mit 6,17 Metern ins Guiness-Buch

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Von Jim Gomez
Das Krokodil «Lolong» ist riesig und gilt als hochgradig aggressiv. Jetzt hat das Guiness-Buch der Rekorde das furchterregende Tier zum größten seiner Art in Gefangenschaft gekürt, 6,17 Meter zeigte das Maßband. «Lolong» ist damit beinahe so lang wie vier Menschen und bringt eine Tonne auf die Waage.

Bevor das gigantische Reptil gefangen wurde, verbreitete es Angst und Schrecken, den Einwohnern der Kleinstadt Bunawan im Süden der Philippinen hat es seither jedoch sprudelnde Einnahmen aus dem Tourismus beschert. Im vergangenen September konnte das Salzwasserkrokodil nach einer dreiwöchigen Jagd, an der sich 100 Anwohner der Stadt Bunawan in der Provinz Agusan del Sur beteiligten, gefangen werden. Das Riesenkrokodil wurde Lolong getauft, benannt nach einem Regierungsbeamten, der für die Jagd anreiste und an einem Herzinfarkt starb.

Jahrelang hatte «Lolong» die Gegend unsicher gemacht. Bereits 2009 war ein Kind spurlos verschwunden. Danach wurde ein Fischer nie mehr gesehen. Außerdem gab es immer wieder Berichte über Angriffe auf Wasserbüffel. Der Bürgermeister von Bunawan, Edwin Cox Elorde, stellte schließlich eine Jagdgesellschaft zusammen und führte sie persönlich an. Lolong ging schließlich in eine Falle aus Stahlkabeln. Die Jäger zogen das Krokodil aus einem Fluss und hievten es zum Abtransport auf einen Lastwagen.

«Lolong» lässt Tourismus boomen

Der Eintrag ins Guiness-Buch habe die Stadt mit 37.000 Einwohnern stolz gemacht, erzählt der Bürgermeister. Gleichzeitig seien die Bewohner verängstigt, da im nahegelegen Marschland «Lolongs» Artgenossen von ähnlichen Ausmaßen leben könnten. «Es sind gemischte Gefühle», sagt Elorde. «Wir sind einerseits stolz, weil es darauf hindeutet, dass wir eine große Artenvielfalt haben, andererseits könnte Lolong nicht das einzige Exemplar sein».

«Lolong» ist der Star eines neuen Ökotourismus-Parks mit angeschlossenem Forschungszentrum am Stadtrand und hat seither mehrere Tausend Touristen angelockt. Nach Angaben des Bürgermeisters konnte die Stadt bislang drei Millionen Pesos (etwa 56.000 Euro) an Eintrittsgeld einnehmen. Der Großteil des Geldes werde für die Versorgung des Krokodils ausgegeben, außerdem fließe Geld in die Instandhaltung des Parks.

Der philippinische Minister für Umwelt und Ressourcen, Ramon Paje, begrüßte den Eintrag ins Rekordbuch. Die große Aufmerksamkeit, die dem Krokodil zuteilwerde, könne zu einem verstärkten Bewusstsein für Artenvielfalt und Naturschutz beitragen, erklärte er. Er werde der Regierung empfehlen, Bunawan dabei zu helfen, sich als Zentrum für Ökotourismus zu etablieren.

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jag/wam/news.de/dapd

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