3000 Euro Strafe für zu schnelles Studieren

In drei Semestern statt elf hat Marcel Pohl seinen Master in Wirtschaft geschafft. Doch statt eines dicken Lobs bekommt der Arnsberger Student eine fette Rechnung: Die Uni verklagt ihn auf fast 3000 Euro Studiengebühren.

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Zeit hat Marcel Pohl gespart, Geld hingegen nicht: Der Student zog neben seiner Banklehre in 20 Monaten sein Studium in Ökonomie und Management an einer Essener Privathochschule durch - und ist nach seinem Abschluss nun verklagt worden, berichtet die Bild-Zeitung.

Demnach fordert die Hochschule jetzt eine Summe über insgesamt 2580 Euro plus fünf Prozent Zinsen vor dem Amtsgericht Arnsberg ein. Pohl sagte der Zeitung, er habe seine Pläne mit der Hochschule abgestimmt. Doch die wolle auf die Studiengebühren, die er für die elf Semester hätte zahlen müssen, offenbar nicht verzichten.

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iwi/news.de

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Leserkommentare (9) Jetzt Artikel kommentieren
  • Anonym
  • Kommentar 9
  • 03.08.2013 16:41

Der junge Mann kann nun seine ersten Erfahrungen in der Wirtschaft der Bananenrepublik sammeln. Wenn ich der Rektor dieser Uni währe, hätte ich dem jungen Mann die Gebühren erlassen und stattdessen eine Stelle als Dozent angeboten. Aber so wird auch dieser junge Mann eines Tages Deutschland verlassen und in anderen Ländern freut man sich über deutsche Fachkräfte. Regierung und Industrie hingegen suchen "Fachkräfte auf dem Gebiet des Sozialrechts aus der ganzen Welt, die den Wettbewerb um den größte Abzocke aus den Sozialkassen gewinnen. Grundvoraussetzung viele Kinder und Analphabetentum.

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  • Pazifiko
  • Kommentar 8
  • 03.08.2013 14:19

Sehr seltsam: Noch vor zwei bis drei Jahrzehnten machten wesentlich weniger Leute einen Hochschulabschluss. Und trotzdem hat damals rein subjektiv vieles besser funktioniert als heute. Und dies selbst ohne großartige, leistungsfähige Computer. In der heutigen Zeit stehen uns Technologien zur Verfügung, von denen unsere vorherigen Generationen nur träumen konnten. Und trotzdem scheint die Menschheit ungeachtet ihrer wachsenden Bildung zu verblöden!

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  • Günter
  • Kommentar 7
  • 06.07.2012 10:50

Es hängt vom ursprünglichen Vertrag ab. Hat er sich für das Regelstudium eingetragen muss er dafür auch komplett bezahlen. Es handelt sich um eine private Einrichtung. Habe ich ein Bauvorhaben zum Festpreis und das dauert statt 6 nur 4 Wochen bekomme ich ja auch keinen Nachlass. Konsequenterweise müssten dann aber alle die länger studieren keine Zusatzkosten haben.

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