Brandenburg Großrazzia gegen Neonazis

Rund 200 Polizeibeamte sind mit einer Großrazzia gegen die rechtsextremistische Vereinigung «Widerstandsbewegung in Südbrandenburg» vorgegangen. Der Großeinsatz gegen die rechtsextreme Szene begann am frühen Morgen.

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Der brandenburgische Innenminister Dietmar Woidke (SPD) hat die rechtsextremistische Vereinigung «Widerstandsbewegung in Südbrandenburg» verboten. Deren Aktivitäten richteten sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung und den Gedanken der Völkerverständigung, hieß es in der Verbotsverfügung. Zweck und Tätigkeit des Vereins liefen außerdem den Strafgesetzen zuwider.

Seit dem Morgen gingen rund 200 Polizeibeamte mit einer Großrazzia gegen die Vereinigung vor, wie ein Ministeriumssprecher in Potsdam mitteilte. Schwerpunkt der Aktionen war den Angaben zufolge Südbrandenburg.

Nach Angaben der Bild-Zeitung sind die Beamten gegen 6 Uhr in Dutzende Wohnungen von Neonazis eingedrungen und haben Beweismittel beschlagnahmt. Betroffen seien vor allem die Landkreise Spree-Neiße, Elbe-Elster, Cottbus und Teltow-Fläming.

Ministerien, Firmen, Vereine: Nazi-Vergangenheit überall

Die Razzia richtet sich laut Zeitung unter anderem gegen die sogenannten «Spreelichter», die immer wieder mit unangemeldeten Demonstrationen in Brandenburg und Sachsen auf sich aufmerksam machten und dabei weiße Masken trügen. Ihre Aktionen hätten unter dem Motto «Werde unsterblich» gestanden. Unter anderem sind der Vereinigung die rechtsextremen Homepages spreelichter.info und werde-unsterblich.info zuzuordnen.

wam/news.de/dapd

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Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • Wahr-Sager
  • Kommentar 4
  • 20.06.2012 22:26

Heute ist doch alles "rechtsextrem", was nicht systemkonform ist. Und die Rechten sowieso die Ultrabösen, während die Linken Engelchen sind.

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  • JÜRGEN PUPPE
  • Kommentar 3
  • 20.06.2012 19:56

Bei kriminellen Handlungen ist es durchaus gerechtfertigt,daß die Polizei durchgreift. Aber in diesem vorliegenden Fall,bin ich der Meinung,daß aus politischen Gründen die " Staatsmacht" ein Exempel statuieren wollte,um eine mißliebige Gruppierung zu stigmatisieren. Nach der Inszenierung des NSU-Vorfalles glaubt man,freie Hand zu haben, um Nationalisten in jeglicher Form mundtod zu machen.Diese wird vielleicht eine Weile gelingen,aber, nicht auf Dauer! Denn,nichts kann dem Staatsapparat gefährlicher werden,als ein gesundes Volk mit klarem Geist und kühnem Mut.

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  • Felix Kroll
  • Kommentar 2
  • 20.06.2012 08:14

Alles Geschichte; wer macht sich heute noch Gedanken um die Indianer ! siehe: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45520508.html

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