Mutter getötet Sohn muss wegen Sterbehilfe in Haft

Sterbehilfe
Die mündige Entscheidung
Querschnittsgelähmter Australier (Foto) Zur Fotostrecke

Nach einem schweren Reitunfall lag seine Mutter jahrelang im Wachkoma. Eine Patientenverfügung gab es nicht. Der 26-jährige Sohn erstickte sie schließlich mit einem Handtuch. Er habe sie «erlösen» wollen, gab er vor dem Braunschweiger Gericht an, das ihn zu drei Jahren Gefängnis verurteilte.

Nach der Tötung seiner jahrelang im Wachkoma liegenden Mutter muss ein 26 Jahre alter Mann für drei Jahre ins Gefängnis. Damit blieben die Richter des Landgerichts Braunschweig am Dienstag knapp unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe von dreieinhalb Jahren. Der Verteidiger hatte für eine Bewährungsstrafe plädiert. Ob er in Revision gehen wird, war zunächst unklar.

Der 26-Jährige hatte beim Prozessauftakt Ende Mai zu Protokoll gegeben, dass er seine Mutter, die seit einem Reitunfall im Jahr 2004 im Wachkoma lag, durch den Tod «erlösen» wollte. Eine Patientenverfügung gab es nicht. Anfang des Jahres erstickte er sie mit einem Handtuch in einem Pflegeheim bei Braunschweig.

jag/wam/news.de/dapd

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • NichtLustig
  • Kommentar 2
  • 13.06.2012 16:19

Ich muss Wener zustimmen, aber das Braunschweiger Gericht hat wohl weniger mit der guten Frau zu tun gehabt, als ihr eigener Sohn. Von daher ist es eine Frechheit, worüber diese Leute so alles entscheiden dürfen.

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  • werner.4321
  • Kommentar 1
  • 12.06.2012 16:59

Ihr Untertitel ist falsch, da das Gericht urteilte, dass es keine Sterbehilfe war, da die Frau sich nicht im Sterben befand. Und man nicht klären kann ob es Ihr Wille gewesen sei. Ob hier eine Bewährung richtig gewesen wäre ist für mich schwer zu begründen, denn es besteht das Problem, dass diese Taten., bzw. Begründung Schule machen könnte. Wer entscheidet welches Leben erlöst werden darf und welches nicht. Ich möchte nicht darüber entscheiden müssen. Werner

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