Mark Zuckerberg Gegenwind für «Mr. Gierig»

Forbes-Ranking
Die zehn mächtigsten Menschen der Welt
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Von news.de-Redakteur Martin Walter
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gehört mit 28 Jahren laut Forbes zu den mächtigsten Menschen der Welt. Doch nach dem verpatzten Börsenstart des Netzwerkgiganten weht auch dem erfolgsverwöhnten Jungspund der Wind ins Gesicht. Die Facebook-Aktie droht zum Rekordflop zu werden.

Priscilla Chan hat mit ihrer Hochzeit vermutlich die beste Partie des Jahres gelandet. Ihr frisch gebackener Ehemann mag im Kapuzenpulli und mit Badeschlappen zwar oft etwas leger daherkommen, doch wer wird bei einem Vermögen von rund 15 Milliarden Euro schon nach der Mode fragen? Mark Zuckerberg ist schließlich nicht irgendein erfolgreicher Jungunternehmer, er ist spätestens seit dem Börsengang des Facebook-Netzwerks auch einer der reichsten.

Mit gerade 28 Lenzen darf sich der jugendliche Lockenkopf zu den zehn mächtigsten Menschen der Welt zählen. Über 901 Millionen Facebook-Mitglieder «herrscht» der Netzwerk-Boss - US-Präsident Barack Obama kommt gerade noch auf ein paar Millionen Untertanen mehr. Mächtiger als Großbritanniens Premier David Cameron schätzt das US-Magazin Forbes den Havard-Absolventen  ein.

Mark Zuckerberg und Co.
Jung, innovativ und steinreich
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Jeden Dollar herausgepresst

Doch jetzt bekommt die unfassbare Erfolgsgeschichte von Zuckerberg erste Risse. Der von den Medien pompös inszenierte Börsengang am vergangenen Freitag droht zu einem Fiasko zu werden. Die Facebook-Aktie fällt und fällt, mittlerweile liegt sie 18 Prozent unter dem Ausgabekurs. Allein Zuckerbergs Aktienanteil hat über zwei Milliarden US-Dollar an Wert verloren.

Für viele kommt diese Talfahrt nicht ganz überraschend. Schon vor dem Börsengang gab es Kritik wegen des unprofessionellen Auftretens Zuckerbergs während der Roadshow. Dem Hype um die Facebook-Papiere schadete das kaum. Das Unternehmen nutzte die große Nachfrage und trieb den Ausgabepreis nach oben, um auch noch den letzten Dollar aus dem Börsengang zu pressen.

Das scheint sich zu rächen. Mark Zuckerberg haftet nun das Image eines «Hütchenspielers» an, der zu gierig gewesen ist. Der verpatzte Börsengang von Facebook wird sogar zu einem Fall für Aufsichtsbehörden und Gerichte. Die US-Börsenaufsicht SEC will die Umstände der Aktienplatzierung untersuchen, die beteiligten Banken geraten ins Zwielicht.  Ein Anleger reichte bereits Klage ein. Der Facebook-Gründer muss sich auf einen juristischen Schlagabtausch einstellen.

Wie auch immer dieser endet: Priscilla Chan wird es verkraften können. Mark Zuckerberg und seine heutige Frau kennen sich schon weitaus länger, als es Facebook überhaupt gibt. Bereits 2003 kamen sich die beiden jüngst Vermählten in Harvard näher. Allein wegen seines immensen Aktienbergs wird sie Mark Zuckerberg also kaum geheiratet haben.

Blamieren im Netz
Peinlich, peinlicher, Facebook
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wam/rut/news.de/dpa

Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • Andreas Graf
  • Kommentar 5
  • 09.09.2013 17:40

Die Berichtserstattung hier mutiert solangsam zum Gassen-Niveau und unterscheidet sich von der Bild-Zeitung in keiner Weise. Den Obama-Kasperle als den mächtigsten Mann zu präsentieren und Mark Zuckerberg an die 28 Stelle zu setzen, ist wohl das schwachsinnigste was man sich vorstellen kann.

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  • Ritchi
  • Kommentar 4
  • 26.05.2012 17:14
Antwort auf Kommentar 3

Warum die klagen? Nun, die Typen verkaufen geliehene Aktien und hoffen, sie später billiger zurückkaufen zu können. Wenn es gut geht, wird das Geld eingestrichen, wenn es schief geht, wirft sich nur ein (seltener) Ehrbarer vor den Zug, die anderen sehen die Schuld nicht irgendwo anders, klagen dennoch gegen Gott und die Welt, schließlich können sie mit der Klage kaum etwas verlieren, aber viel gewinnen. Erst wenn dem Zocker, der sich verspekuliert hat (den Verkauf geliehener Sachen kann man auch Betrug oder Veruntreuung nennen), eine lange Haftstrafe droht, wird der Mist enden.

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  • softandfluffy
  • Kommentar 3
  • 25.05.2012 13:33

Eins verstehe ich nicht. Warum kann ein Anleger Klage einreichen. Er hat es sicher nicht getan wenn die Aktien gestiegen wäre. Aktien kauf ist immer ein Risiko Geschäft. Das muss er, oder sie, gewusst haben. Also, mit welchen Grund kann er klagen.

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